20 Jahre Süddeutsche Magazin! Jubiläumsband erschienen

Knallbunt - und gut gelaunt: »20 Jahre 10 Bände« feiert das Jubiläum des Süddeutsche Magazins. Art Director Daniel Bognár erklärt den Style.



Wenn man wenig Zeit hat, sollte man es erst gar nicht in die Hand nehmen. Denn fängt man erst mal an, in den 10 Heftchen aus dem Jubiläumsschuber des Süddeutsche Magazins zu blättern, kann man nicht mehr aufhören.

Das liegt auch an der Konzeption. Denn zum runden Geburtstag hat die Süddeutsche das Magazin quasi auseinander dividiert – und auf zehn Bände verteilt: In den beiden dicksten Heften befinden sich »Die großen Geschichten« – von Reitern im Englischen Garten zu der ihrer Textchefin Susanne Schneider, die 210 Tage im Krankenhaus lag und in dem Band »Die Fotografen« Arbeiten von Terry Richardson, Gursky, Tillmans, Mapplethorpe, Lebeck, Ruff, von ausgestopften Tieren, Blumen, Daniel Kübelböck und Claudia Schiffer, Reportagefotografie und Kunst. Dazu kommen die Kolumnen, die Editionen, Ideen, Interviews.

Wir haben Art Director Daniel Bognár, der die Magazingestaltung 2008 übernahm, ein paar Fragen zu der Jubiläumsausgabe gestellt.

Wieso haben Sie zehn einzelne Hefte in einem Schuber herausgebracht?

Es gab natürlich andere Überlegungen, als 10 Bände für 20 Jahre (1 Buch, 20 Bände etc.). 
Aber das Jahr und der Name waren einfach Programm:
20 Jahre 10 Bände = 2010.

Wie hat sich die Idee zu den Knallfarben entwickelt?

Wir wollten einfach bunt werden. Andere Farbkonzepte waren uns immer zu gedeckt. Und wenn man als Magazingestalter schon mal die Chance hat Sonderfarben zu drucken, dann natürlich Neon!

Inwieweit bezieht die Gestaltung sich auf den Inhalt? Welche Verbindung besteht da?

Wir haben versucht, so klar und einfach wie möglich zu bleiben, sowohl inhaltlich als auch gestalterisch. 
Nur dort wo Sonderfarben auftauchen haben wir dieses starre Layout aufgebrochen, um den einzelnen Heften Leben zu geben.


Aufgeteilt auf 10 Bände wurde das Heft quasi re-strukturiert … Ein bisschen wie in den Büchern »Kunst aufräumen«. Was hat Sie daran gereizt?

Bei 20 Jahren, über 1000 Ausgaben und 50000 Seiten muss man sich einfach eine neue Struktur überlegen. 
Man wird sonst dem Magazin nicht gerecht. Ausserdem macht es einfach Spaß, ein Objekt auseinander zu nehmen und wieder neu zusammen zu bauen.

Welche Schriften haben Sie verwendet?

Verwendet haben wir vor allem die SabonNext, da die Sabon schon immer die Hausschrift des Magazins war. Dazu haben wir eine fette AkzidenzPro kombiniert. Wir wollten natürlich einerseits SZ-Magazin bleiben und auf der anderen Seite dem Medium Buch/Schuber gerecht werden und ihm eine eigene Sprache verleihen.

Das große Jubiläumsbuch zum 20. Geburtstag des SZ-Magazins, herausgegeben von Dominik Wichmann und Rudolf Spindler, broschiert, 220 Seiten, 39,90 € ISBN 978-3866157743


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