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Schon mal von Logo-Leasing gehört?

Branding im Leasing-Modell: Wir fragten bei der Designagentur Transatlantika nach, was dahintersteckt.

Johannes Bösser, Transatlantika
Johannes Bösser, Transatlantika

Die Design- und Digitalagentur Transatlantika mit Sitz in Hannover und Portland, Oregon, bietet neuerdings Branding im Leasing-Modell an. Wir sprachen mit Marketing Director und Founder Johannes Bösser.

Was ist Logo-Leasing?
Johannes Bösser: Logo-Leasing funktioniert wie eine Kombination aus Software as a Service und klassischem Leasing, wie bei einem Auto. Die Idee dabei ist, es einem Unterneh­men zu ermöglichen, mit einem Logo und Branding zu starten, obwohl es sich die Aus­gaben dafür noch nicht leisten kann. Wir gehen also für unsere Partner in Vorleistung und nehmen einen Großteil des unternehmerischen Risikos auf uns, indem wir das Branding umsetzen und es dann zu einem monatlichen Betrag zur Verfügung stellen. Nach Ablauf einer Mindestlaufzeit können sie es komplett erwerben oder es weiter monatlich zu nutzen. Das ist besonders für Start-ups oder Neugründungen von bestehenden Unternehmen interessant, weil diese oft kein Budget für ein professionelles Branding haben, obwohl das von Beginn an wichtig ist. Eine Win-win-Situation: Start-ups kommen mit dem passenden Markenauftritt schneller ans Ziel, und das mit uns als langfristigem Partner.

Das Angebot richtet sich also vornehmlich an Start-ups?
Genau. Wir haben vor Kurzem gemeinsam mit unserem langjährigen Partner, der Soft­ware- und App-Schmiede WKG, das Transatlantika Hub gestartet, mit dem wir eine Rund­umbetreuung im Bereich Gründung, Markenentwicklung, Verwaltung, Belegbuchhaltung sowie IT-Infrastruktur und -Support bis hin zur Büro-Infrastruktur für Start-ups und Gründer anbieten. Das Logo-Leasing bietet hier eine ideale Ergänzung.

Gibt es schon Abnehmer für das Angebot?
Ja, wir arbeiten mit einigen Partnern aus dem Hub zusammen sowie mit ein paar ehe­maligen Kunden. Das ganze Konzept ist noch sehr jung, da hilft es, wenn bereits eine Ver­trauensbasis besteht. Bei Neukunden werden wir eine Anzahlung in Rechnung stellen.

Wie funktioniert das mit der Mindestlaufzeit?
Anhand des Umfangs des Brandings berechnen wir den Preis und auf welchen Zeitraum er am sinnvollsten umgelegt werden kann. Das können zwischen einem und vier Jahren sein. Damit sichern wir unser Risiko ab und halten gleichzeitig die monatlichen Kosten so erträglich wie möglich für unsere Kunden.

Was passiert, wenn ein Unternehmen das Branding nach Ablauf der Frist nicht mehr haben will? Muss es dann alle Assets zurückgeben?
Theoretisch ja, aber das ist der Worst Case. Ich gehe davon aus, dass man sich in solch einem Fall schon irgendwie einig wird. Wir haben recht enge Beziehungen zu unseren Kunden. Im Idealfall übernehmen sie nach der Mindestlaufzeit das komplette Branding zu dem vorher abgestimmten Preis.

Und wenn das Start-up pleitegeht?
Das ist aufgrund des hervorragenden Brandings quasi unmöglich. (lacht) Im Ernst: Natürlich existiert dieses Risiko. Das nehmen wir aber gerne in Kauf. Als Partner des Start-ups können wir ja letztlich in gewisser Weise auch den unternehmerischen Erfolg durch wirkungsvolles Branding positiv beeinflussen.

Welchen Anteil soll das Logo-Leasing perspektivisch an eurem Umsatz haben?
Wir gehen von etwa 50 Prozent aus. Das Angebot stößt auf sehr positive Resonanz. Wir glauben, dass auf lange Sicht ein Großteil der Branche nach diesem Modell arbeiten wird.

Mehr zum Thema:
Nächste Woche schauen wir uns eine Agentur aus Hamburg an, die eine Design-Flatrate anbietet. Stay tuned!

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Die wachsenden Herausforderungen für Designer bei der Gestaltung von Identitäten

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Ja, hab ich tatsächlich schon mal gehört 😉
    Logo-Leasing bieten wir vom Büro Jasten seit dem 26.10.2016 an. Allerdings jeweils für einen begrenzten Aktionszeitraum und deshalb auf einer eigenen Landingpage https://www.jasten.de/logo-leasing

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