OFFF 11: Vincent Morisset

stellt sich vor ...



Vincent Morisset ist einer der kreativisten Köpfer unserer Zeit, seine Arbeit begeistert! Die Bewegtbild-Experimente des Kanadiers zeigen, wie viel Potenzial das Internet hinsichtlich Musikvideos hat, wenn man darauf verzichtet, einfach nur einen Film online zu stellen. Ein Video ist sicherlich auch mal ganz schick, hat aber mit der Interaktivität des Webs wenig zu tun. Für Bands wie Emilie Simon und The Arcade Fire hat Morisset Websites entwickelt, die das Album mit interaktiven Features präsentieren. Dabei überlädt er die Seiten nicht, sondern gestaltet die Interaktion minimal, mit kleinen charmanten Überraschungen. Es reicht also nicht, wild drauflos zu klicken, sondern Geduld und ein Auge für Details sind gefragt.

Für das aktuelle Album von The Arcade Fire hat er zudem die Art Direction übernommen. Da Vincent Morisset das Mini-Cover in der iTunes-Version zu klein war und es seinem Artwork nicht gerecht wurde, hat er eine Sonderversion entwickelt, die im iTunes-Player das Booklet abspielt. Die Titel werden mit weiteren Motive von Morisset und dem Songtext unterlegt. Eine aktuelles Projekt von ihm ist der Web-Film Bla Bla. Hier untersucht er das Storytelling im Web: Unbedingt anschauen.

Was treibt Sie an?

Ich glaube, ich möchte einfach etwas Schönes, etwas Spaßiges entwickeln und relevante Projekte umsetzen, die den Computer als Medium diskutieren. Dabei versuche ich, neue Wege des Erzählens zu entdecken. Es vielleicht nicht sonderlich orginell, aber was mich antreibt, ist vor allem der Wunsch, Emotionen zu wecken und Geschichten zu erzählen.

Gibt es eine Arbeit, die diesen Ansatz besonders gut repräsentiert?

BLA BLA zeigt ziemlich gut, wie ich versuche, Interaktivität mit einem cineastischen Erlebnis zu kombinieren.

Experimentieren Sie zur Zeit mit bestimmten Techniken?

Ich experimentiere immer und versuche Unfälle zu provozieren und wenn sie Spaß machen, baue ich darauf auf.  Wie viele OFFF-Sprecher, weiß ich eigentlich nie genau, was ich gerade mache. Ich arbeite intuitiv und bleibe offen, selbst im Prozess des Experimentierens.

Auf der diesjährigen OFFF geht es darum, sich noch einmal neu zu erfinden. Wir sind die Zukunft. Welches Gadget fehlt Ihnen noch, damit Sie das Gefühl haben, in der Zukunft angekommen zu sein? Wir nehmen auch Skizzen und Fotos:

Den einzigen verbleibenen futuristischen Traum, den ich habe, träume ich schon seit ich fünf Jahre alt bin. Wann bekomme ich endlich einen Jet Pack, for god’s sake!

Arbeiten von Vincent Morisset:

Website zum Arcade Fire Album » Neon Bible«

Website zum Album von Emilie Simon »The Big Machine«:


OFFF-Sprecher stellen sich vor:


Jon Burgerman, britscher Künstler und Illustrator

Johnny Kelly,  irischer Animationskünstler und Illustrator

Keetra Dixon, amerikanische Gestalterin

Geoff McFetridge, amerikanischer Illustrator

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