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Neuer Design Award für Inklusion: LEIPS gewinnt ersten (Be Aware)

Der design inclusion e.V. vergab erstmals einen Designpreis für inklusive Gestaltung. Aus elf Nominees wählte die Jury ein Spiel, das Sprachbarrieren überwindet.

Das Brettspiel LEIPS Studierende an 22 Hochschulen in Deutschland beteiligten sich vergangenes Jahr am neuen Wettbewerb des 2019 gegründeten design inclusion e.V. aus Offenbach. Aus 64 Einsendungen wählte die interdisziplinär zusammengesetzte Jury zunächst 11 Projekte mit vielfältigen und spannenden Inclusive Design Ansätzen aus.

(be aware) Gewinner 2021 steht fest

Nachdem die angekündigte Preisverleihung Ende 2021 ausfallen musste, holte der Verein die Veranstaltung gestern nach und kürte die offiziellen Gewinner: Für ihr Projekt »LEIPS – Inklusion und Kommunikation« an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd erhielten Tara Monheim und Moritz Hartstang in Anwesenheit des Oberbürgermeisters der Stadt Offenbach Dr.Schwenke den nationalen Designpreis (be aware) 2021.

 

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LEIPS (Spiel rückwärts gelesen) ist ein Brettspiel, das es Menschen mit und ohne Einschränkung ermöglicht, Barrieren aufgrund von Sprache und Schrift zu überwinden und miteinander zu kommunizieren. Die Spieler:innen erlernen das Buchstabieren mit Brailleschrift und lateinischen Buchstaben, sowie das Verständigen durch Gebärdensprache und können individuelle Aufgaben lösen.

Die Jury befand, dass das Spielen von LEIPS zu einem Perspektivenwechsel führe, der Grundlage ist für eine inklusivere Gesellschaft. Sie honrierte außerdem, dass das Thema Inklusion konzeptionell im Zentrum des Spiels steht und der Prototyp umfassend mit betroffenen Personengruppen getestet wurde, um deren Feedback und Ideen einzuholen.

»Wir freuen uns, mit der erstmaligen Verleihung von (be aware) einen erfolgreichen Start für diesen Award und unser Anliegen des Inclusive Design umgesetzt zu haben«

, so der Vereinsvorsitzende Prof. Frank Zebner. »Es ist uns gelungen, mit Unterstützung der Samson AG und der Wöhner GmbH sowie privaten Stifter:innen einen für Studierende attraktiven und anspruchsvollen Wettbewerb zu initiieren.«

Vier weitere der eingereichten Projekte erhielten von der Jury eine Anerkennung:

  • Vibeyes, ein Kommunikationsassistent für Taubblinde von Yudan Chen an der Hochschule für Gestaltung Offenbach
  • Snug, ein Geschirrentwurf für Patienten mit rheumatoider Arthritis von Niklas Schmidt an der Hochschule Hannover
  • ORTO, eine mobile Orientierungshilfe für Blinde von Lukas Hartz an der Hochschule der Bildenden Künste Saar
  • Das Coded Fairness Project, das einen Bias-sensiblen Entwicklungsprozesses von Machine Learning Systemen unterstützt von Mike Lehmann, Marina Rost und Vera Schindler-Zins ebenfalls an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd.

Die Gewinner erhielten ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro, die zehn Nominees jeweils 500 Euro. Mehr über die nominierten Projekte und die Jurymitglieder 2021 kann man auf der Website von design inclusion e.V oder seinem Instagramprofil erfahren.

(be aware) – neue Einreichung ab Juni

Mit dem (be aware) veranstaltet der design inclusion e.V. seit 2021 jährlich einen bundesweiten Wettbewerb, der Designkonzepte von herausragender entwerferischer Qualität aus den Bereichen Industrie, Investition, Konsum, Infrastruktur und Mobilität mit einem inklusiven Ansatz in Entwicklung und Anwendung auszeichnet.

Der gemeinnützige design inclusion e.V. will mit der Auszeichnung eine Plattform für den Inclusive Design Ansatz schaffen sowie Barrierefreiheit, Chancengleichheit, Pflegegerechtigkeit und Unfallverhütung fördern.

Der Designpreis richtet sich an alle Studierenden, Absolvierenden und Promovierenden im Design und in den Designwissenschaften in Deutschland. Er ist die Chance für Studierende ihre Kompetenzen und Lösungsansätze für inklusives Design zu präsentieren und auszeichnen zu lassen. Der Preis ist mit insgemsamt 10.000 Euro dotiert.

Produkt: PAGE 5.2018
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