Gehaltsreport 2018 – das ist für die Kreativbranche interessant

Das Online-Jobportal StepStone hat kürzlich seinen aktuellsten Report zum Thema Gehalt veröffentlicht.



Gehaltsreport 2018 StepStone
© StepStone | Gehaltsreport 2018 | Darstellung der bestverdienenden Bundesländer allgemein (Grün: am meisten, gefolgt von Dunkelblau, Hellblau, Grau)

Der Gehaltsreport für Fach- und Führungskräfte wurde im Herbst 2017 von StepStone in Form einer Online-Befragung durchgeführt. Rund 50.000 nahmen teil, von denen 70 Prozent Fachkräfte ohne Personalverantwortung und 30 Prozent Führungskräfte sind – alle in Vollzeit Arbeitende. Der Report zeigt die durchschnittlichen Brutto-Jahresgehälter. Aus dem Bericht sind folgende Angaben für PAGE-Leser besonders spannend:

Akademiker vs. Nicht-Akademiker

Allgemein gilt nach wie vor, dass es einen deutlichen Gehaltsunterschied bei Akademikern und Nicht-Akademikern gibt, und das in allen Bereichen. Zu dieser Thematik beziehungsweise dem Unterschied zwischen einem Abschluss als Bachelor oder Master für die Werbebranche berichteten wir schon in einem früheren Beitrag, der sich auf Daten des Online-Portals Gehalt.de bezieht: »Bachelor oder Master? Gehälter für Berufseinsteiger in der Werbebranche«. Ein Studium scheint sich demnach weiterhin finanziell auszuzahlen. Anmerkung der PAGE-Redaktion: Ausnahme könnte der Zweig des Social Media Managements sein, denn dort zählt vermutlich mehr die berufliche Erfahrung als ein akademischer Abschluss.

Gender Pay Gap

Des Weiteren bestätigen die Zahlen des Reportings, dass Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen erheblich weniger verdienen – und zwar in allen Bereichen (Marketing, Ingenieurwesen, technische Berufe, Vertrieb, IT-Branche, Personalwesen, Finanzwesen, Einkauf & Logistik und Pflege). In der Werbebanche ist die Entgeltlücke, so zeigte es eine branchenübergreifende Studie aus 2017 (PAGE berichtete), am größten. Eine brisante Thematik, die vor allem vor dem Hintergrund des am 6. Juli 2017 in Kraft getretene »Gesetz zur Förderung von Transparenz von Entgeltstrukturen« schon reichlich diskutiert wurde.

Chancen für Developer & Social Media Manager

Gute berufliche Chancen haben Softwareentwickler, die in der Auflistung der Top-Berufstitel nach einem Abschluss in den Bereichen Informatik, Mathematik, Wirtschaftsinformatik mit einem Bruttodurchschnittsgehalt von 57.854 Euro auftauchen. Nach Abschluss in den Politik- und Sozialwissenschaften sowie den Geisteswissenschaften konnte sich der Social Media Manager mit einem Gehalt von 51.014 Euro positionieren. In Anbetracht des noch recht jungen Jobprofils ein beachtlicher Betrag, der sich wahrscheinlich vor allem in den letzten ein bis zwei Jahren sehr gesteigert hat.

Zudem finden sich Developer neben Ingenieuren und Sales Managern unter den Branchen mit den höchsten Gehältern für unterschiedliche Berufe wieder. Die folgende Grafik gibt Aufschluss über die Bruttodurchschnittsgehälter in den einzelnen Sparten, der Medienbereich liegt an zweiter Position:


© StepStone / Screenshot aus dem Gehaltsreport 2018

Hinweis für ITler: Für die Medienbranche zu arbeiten, zahlt sich am Ende des Jahres am wenigsten aus – Film, Funk, Fernsehen und Verlage zahlen nicht so viel wie andere Branchen. Medien bilden mit 68.518 Euro das Schlusslicht (zum Vergleich: Luft- und Raumfahrt 78.722 Euro / Pharmaindustrie 75.808 Euro).

Gehälter nach Berufsgruppen

Betrachtet man die Gehälter nach Berufsgruppen, ist zu beobachten, dass sich der Bereich Design, Gestaltung, Architektur mit 47.340 Euro im unteren Bereich ansiedelt, wohingegen sich die Gruppe Marketing und Kommunikation mit 56.132 Euro im Mittelfeld bewegt. In einem älteren StepStone-Gehaltsreport gehörte die Gruppe Marketing und Kommunikation noch zu den absoluten Flop-Branchen, das scheint sich zumindest ein bisschen geändert zu haben, auch wenn sich die Berufsgruppe immer noch im unteren Mittelfeld positioniert.

Brand Management

Aufschlussreich sind auch die Zahlen der Auflistung der Gehaltsunterschiede nach Aufgabenfeld und Berufserfahrung, in der sich Brand Management/Markenführung im Vergleich zu anderen Unterberufsgruppen mit den höchsten Gehältern im Bereich Marketing zeigt. Hier die gesamte Tabelle im Überblick (Brand Management ist ganz unten zu sehen):


© StepStone / Screenshot aus dem Gehaltsreport 2018

Wissenswertes dazu: Was das Jobprofil des Branding Strategen eigentlich genau beinhaltet und was ein Brand Strategist in der Praxis können sollte, gibt es übrigens im Rahmen unserer PAGE-Connect-Initiative zu lesen: Was ist eigentlich Brand Strategy?


Hier geht’s zum gesamten Report von StepStone.


Zum Thema:
Gehälter in der Werbebranche
Gehälter in der Onlinebranche

 


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Eine Antwort zu “Gehaltsreport 2018 – das ist für die Kreativbranche interessant”

  1. Brent-Yves Debecker sagt:

    Insgesamt gesehen wird hier und anderswo eine Werbebranche VerHEERlicht, gefeiert, die weltweit Umsätze von mehr als 600 Mrd Eur macht und dazu beiträgt, dass mörderisch barbarischer Verwertungskapitalismus ohne Mitleid, als Raub und Beute Wirtschaft, sich weiter durchsetzt, ausbreitet und Menschen als Konsumenten zu seinen wehrlosen Opfern macht, !:

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