Beeindruckende Master-Arbeit mit infografischen 3D-Illustrationen

In seiner Master-Arbeit führt uns 3D-Illustrator Armin Schieb mit teils action-reichen Infografiken in die faszinierende Welt der Ameisen



HAW Hamburg. So klein Ameisen sind, ihre Fähigkeiten und ihr kom­ple­­xes soziales Zusammenleben sind äußerst beeindruckend. Sie mit Respekt als schützenswerte Wesen zu betrachten lernt man in Armin Schiebs Mas­terarbeit »Der Ameisenhügel« im Studiengang Illustration.

Ursprünglich wollte er das Thema Schwarmintelligenz in 3D-Illustrationen umsetzen, doch dann sah er eine Fotoreportage in »National Geographic«, wo Ameisen wie eine außerirdische Spezies wirkten, und konzentrierte sich auf sie.

Bei der Recherche hat Armin Schieb unzählige Fotos angesehen und selbst Waldameisen fotografiert. Visuelle Inspiration waren aber auch das Computerspiel »SimAnt« von 1991, das realistische Einblicke ins Leben eines Ameisenvolks gibt, sowie der Science-Fiction-Film »Phase IV« von 1973 – kein Geringerer als Grafikdesigner Saul Bass führte dort Regie.

Der Film, in dem ungewöhnlich intelligente Ameisen ein Forschungslabor angreifen, arbeitet mit echten Tieren und erzählt ganze Passagen aus ihrer Perspektive. Am Ende lernen Menschen und Insekten, sich gegenseitig zu verstehen.

Einer der ersten Entwürfe für die Gestaltung der Leporello-Seiten

Für seine Publikation wollte Armin Schieb das Geschehen im Ameisennest in Bilderreihen visualisieren – und entwickelte ein Leporello. Dafür skizzierte er die Kapitel als Panoramen aus je acht Einzelseiten, wobei auf der Vorderseite »Action«-reiche, realistische Waldszenen zu sehen sind und auf der Rückseite eher infografische Illustrationen vor hel­lem Hintergrund.

Auch die Farbigkeit der Motive ändert sich, so kommen die »Röntgenansich­ten« der Ameisen in zarten Farben daher und sind diffus ausgeleuchtet. Durch die weichere Schattierung wir­ken sie plastischer und die vielen Details weniger aufdringlich und verwirrend. Die beiden verschiede­nen Looks sorgen zudem für visuelle Abwechslung.

Das unglaublich aufwendige Projekt entstand in Cinema 4D. Photoshop half bei der Nachbearbeitung der Renderings und Texturen, Illustrator beim Layout. Inzwischen hat Schieb auch eine Variante in klassischer Buchform erarbeitet – ein Verlag, der dieses kleine Meisterwerk veröffentlichen will, ist willkommen! 


Sein Talent für aufwendige 3D-Infografiken stellte Armin Schieb mit seiner Masterarbeit unter Beweis. Inzwischen wird er von der Illustratoren­agentur Sepia vertreten

 

 



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