Welcher Fotograf löste die Aufgabe am besten?

Es ist gar nicht so leicht, das einfachste Ding der Welt in Szene zu setzen, wie der BFF-Magazin Award 2018 zeigt.



Mit einem neuen Konzept ging die achte Ausgabe des internen Wettbewerbs des BFF (Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter) dieses Jahr an der Start. Es wurde eine Aufgabe ausgegeben – die schlicht und einfach darin bestand, einen Papierknüller fotografisch möglichst spannend zu inszenieren.

Das jüngst erschienene Magazin, gestaltet vom beliebten und durch seine Masken berühmten Hamburger Kreativduo Rocket & Wink, zeigt nun die Ergebnisse. Die Favoriten der Jury sind hier zu sehen.

 

Gold gab es für die Hamburger Still-Life-Fotografin Marie-Therese Cramer. Sie beeindruckte die Jury nachhaltig dadurch, dass bei ihrem Motiv KEIN Photoshop zum Einsatz kam, sondern sie die Effekte tatsächlich nur durch buntes Licht erzielte.

 

 

Gold auch für Oliver Brachat – eigentlich ein bekannter Food-Fotograf, hier aber mal auf »Abwegen«. Die Bilder des Model in einem Papiermantel von Anna Melenteva entstanden im Nassplatten-Collodium-Verfahren.

 

 

Das zugemüllte Innere eines Autos – mit einem erschreckenden dokumentarischen Foto gewann Darius Ramazani Silber. Ein Obdachloser lebt seit einem Jahr in dem Wagen. Wie Ramazani im Gespräch erfuhr, war derjenige früher Kreativer in einer Werbeagentur.

Ebenfalls Silber ging an Sarah Dulay, eine Modefotografin aus Stuttgart und mit zweitem Standbein in Kapstadt, deren Beitrag ganz oben zu sehen ist. Location für ihre bunte crime scene mit Papierknüllern als Tatwaffen war der Vitra-Store im Stuttgarter LOBA-Haus.

 

 

Bronze gab es für den bekannten Werbefotografen Bernd Opitz aus Hamburg. Das Bild war auch der perfekte Aufmacher für ein Interview, das das Magazin »B2B« mit Opitz führte – übers Thema Effektivität.

Zur Jury gehörten Dr. Gerald Rocketson und Petronius Amund Wink, besser bekannt als Rocket & Wink; Johanna Merensky von  fischer Appelt, Mathias Deininger von Gruner + Jahr sowie die Autorin dieser Zeilen. Natürlich waren die Beiträge für die Jurierung anonymisiert.

Das Magazin lässt sich im Buchhandel unter der ISBN-Nummer 978-3-933989-54-3 und auf der BFF-Site für 29 Euro bestellen, plus Versandkosten.

 


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