Was passiert, wenn die BBC ausgerechnet Martin Parr engagiert

Dokumentarfotograf Martin Parr, Weltstar und Meister des ungeschönten Blicks, hat für die BBC eine Serie herrlich nerdiger Idents, Programm-Zwischenclips fotografiert.



BBC One ident (filmstill)

Die Deutschen lieben Martin Parr. Und vor allem auch die Franzosen. Dafür, dass er in seiner unermüdlichen Streetphotographie seit mehr als 40 Jahren zeigt, wie britisch die Briten sind, wie schrullig, eigen, einzigartig und besonders.

Er zeigt sie mit Blümchensonnenschirm am betonierten Strand, mit Grillhähnchenfolie beim Sonnen, mit riesigen Schmetterlingsbrillen oder Bäuchen, rund wie die Weltkugel, überzogen von Sonnenband oder im leuchtend roten Partnerlook, mit Socke in der Sandale oder riesigem Union Jack im Vorgarten.

Jetzt hat die Sendergruppe BBC den Magnum-Fotografen beauftragt, eine Serie von Idents für 2017 zu fotografieren. Drehten zuvor Nilpferde hypnotisch ihre Runden und die Weltkugel sich somnambul um die Achse, tauchte Parr für die Zwischenclips, die während des Programms noch mal auf den Sender verweisen, in die britische Provinz ab.

In seinem typisch lakonischem und herrlich pointiertem Stil, zeigt er Schwimmer in Clevdon, Somerset, die das ganze Jahr über in die grauen Fluten steigen, ganz besondere Rugby-Spieler in Wales – und auch eine Zumba-Sportklasse in Bristol, die tolle Erinnerungen an Fatboy Slims legendäres Amateur-Tanzgruppen-Video zu »Praise You« wach ruft.

Der Auftrag bestand darin, ein »sich entfaltendes Bild des modernen Großbritanniens in all seiner Vielfalt zu zeigen«. 20 verschiedene Clips wird es im Laufe des Jahres geben, die es sicher spielend mit dem Programm der BBC aufnehmen können.


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