Visuelle Power aus Afrika

Als Kult-Adresse für die afrikanische Avantgarde in Design, Fashion und Fotografie gilt nataal.com. Jetzt kann man auch in einem opulenten Magazin in schönen Bildern schwelgen.



Mode, Fotografie und Design aus Afrika werden derzeit weltweit gefeiert – kein Wunder, der Kontinent wartet mit einer kraftvollen, ganz eigenen visuellen Sprache und vielen Überraschungen auf. Zu einem der Hubs der afrikanischen Kreativszene ist die in London beheimatete Plattform www.nataal.com geworden, gegründet von Model, Schauspieler und Filmemacher Sy Alassane.

Als Siebenjähriger erlebte er mit seiner Familie eine dramatische Flucht aus Mauretanien nach Senegal. Heute lebt er in London, wo er 2015 das Online-Magazin Nataal gründete. Mit an Bord: die bekannte Journalistin Helen Jennings, unter anderem Autorin des Bandes »New African Fashion« und zuvor schon Chefredakteurin des 2014 leider eingestellten afrikanischen Mode- und Kulturmagazins »Arise«. Die Kreativdirektion übernimmt Sara Hemming (zuvor Visual Director bei Stella McCartney sowie Artdirektorin bei »Another Magazine« und Tyler Brûlés Agentur Winkcreative).

 

Helen Jennings, Chefredakteurin von »Nataal«, stellt das Label Super Yaya von Modedesignerin Rym Beydoun aus der Elfenbeinküste vor. Fotos von Joyce Sze Ng, die auch gelegentlich als Stylistin arbeitet

 

Nun gibt es auch eine Printausgabe von »Nataal«, die künftig zwei Mal im Jahr erscheinen soll. Auf 336 großformatigen Seiten präsentiert es afrikanische Kreative aus aller Welt, denn die Community ist äußerst international.

Ebenso erfährt man von der neuen Bio-Luxuskosmetikmarke der Nigerianerin Ozohu Adoh (übrigens eine Oxford-Absolventin), von erstem großen Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst in Kapstadt oder von der jungen Musikszene in Nairobi und der angesagten Bar, die sie zu ihrem Mittelpunkt gemacht hat.

In einem Anhang sind zudem Bilder aus der von Nataal mit Red Hook Labs in Brooklyn dies Jahr zum dritten Mal veranstalteten Ausstellung »New African Photography« zu sehen.

Für zehn Pfund lässt sich das Magazin hier bestellen.

 

Überblick über südafrikanische Kreativkollektive – hier The Sartorists, die sich zwischen Kunst, Mode, Social Media und Werbung bewegen

 

 

Bilder aus dem Fotoband »Money must be made« von Lorenzo Vitturi, der auf dem Balogun-Markt in Lagos fotografierte – wohl der größte Straßenmarkt Westafrikas

 

 

Kadara Enyeasi fotografierte die interessantesten Protagonisten der jungen nigerianischen Musikszene

 

 

Mode der in Brooklyn lebenden kenianischen Designerin Recho Omondi, fotografiert von Arielle Bobb-Willis

 

 

Die südafrikanische Fotografin Kristin-Lee Moolman begleitete Model Name Thiane Camara – die in New York lebt und arbeitet – bei einem Trip zurück in ihre senegalesische Heimat

 

 

Afro-punkige Modestrecke von Hair-Stylistin Cyndia Harvey, fotografiert von Kristin-Lee Harvey. Eines der Motive ist auf dem Cover von »Nataal« zu sehen

 


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