Retro-futuristischer Sci-Fi-Comic

Katia Fouquet setzt eine bitter-witzige Beziehungsgeschichte von Science-Fiction-Kultautor Philipp K. Dick illustrativ um



Die Berliner Illustratorin Katia Fouquet arbeitet gerne im Comic-Stil, egal ob für die Staatsoper Berlin oder bei der Aufbereitung literarischer Vorlagen als Graphic Novel, wie bei ihrer genialen Interpretation der Novelle »Jonas der Künstler« von Albert Camus.

Auch bei Camus gelang ihr schon das Kunststück, den Text in die Gegenwart zu holen, ohne das Original zu verfälschen. Gleiches gilt für »Ach, als Blobbel hat man’s schwer« von Philipp K. Dick. Der Amerikaner gilt als einer der größten Science-Fiction-Autoren aller Zeiten – seine Produktivität soll er auch der Einnahme von LSD und Amphetaminen verdankt haben.

Die zuerst 1964 erschienene Blobbel-Erzählung könnte gut unter dem Einfluss von Drogen entstanden sein. Es ist eine schräge Geschichte von den Folgen des Zukunftskriegs der Terraner und der Blobbel, einer aus Amöbel weiterentwickelten außerirdischen Lebensform.

Zwischen einem ehemaligen terranischen Spion und einer Ex-Blobbel-Agentin entsteht eine Beziehung, die dadurch erheblich erschwert wird, dass beide immer einige Stunden am Tag mal Menschen-, mal unformige Blobbel-Gestalt haben. Leider zeitlich aber nicht parallel …

Katja Fouquets Comic ist in der Reihe der von Rotraud Susanne Berner herausgegebenen Tollen Hefte erschienen. Ein kleineres Heftlein mit dem Originaltext liegt bei.

 

 

Tolles Heft 46
Philip K. Dick: Ach, als Blobbel hat man´s schwer!
Illustriert von Katia Fouquet
Herausgegeben von Rotraut Susanne Berner
Original-Flachdruck mit vier Sonderfarben und einer Beilage
limitierte Auflage
Büchergilde Gutenberg, Frankfurt am Main
32 Seiten
16 Euro
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