No fashion, please!

Körper und (Be)Kleidung in der Kunsthalle Wien.



Körper und (Be)Kleidung in der Kunsthalle Wien.

Es ist eine It-List zeitgenössischer Fotografen, die sich in dieser Schau im der Kunsthalle Wien im weitesten Sinne mit den Strategien der Modefotografie auseinandersetzen: die Niederländerin Viviane Sassen, gefeiert für ihre Fotoserien, die oft in Afrika angesiedelt sind und immer eindrücklich inszeniert, der Amerikaner Fergus Greer, der den Performancekünstler Leigh Bowery (1961-1994) über Jahre hinweg und in Kostümen jenseits von Geschlechtergrenzen ablichtete, der großartige Philip-Lorca diCorcia, der Fotografie mit einem Hauch der Malerei von Edward Hopper versieht – und viele viele mehr, insgesamt 19.

Es geht nicht um Modefotografie im angewandten Sinn, sondern um die Inszenierung des Körpers, um Geschlechterrollen, um das Verkleiden, die Veränderung – und Verweigerung.

Für Furore sorgen die »Mode«fotografien des Japaners Izama Kaoru, der bildhübsche Frauen in eleganter Kleidung als Leichen inszeniert. Es sind Models und Schauspielerinnen, die er bat, sich ihren eigenen Tod vorzustellen und nannte das Ergebnis, das mit der Ästhetik der Modefotografie spielt »Landschaften mit einer Leiche«. Jeff Bark hingegen setzt an die Stelle pulsierender Schönheit morbide Romantik, während Sophia Wallace ganz leise, prägnant und in kleinen Gesten gängige Klischees in Frage stellt.

No fashion, please! Fotografie zwischen Gender und Lifestyle, Kunsthalle Wien, bis 22. Januar 2012


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