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Londons Oxford Street jetzt autofrei – und das mit einer Identity von Koto

For Everyone: Seit einer Woche ist die berühmte Oxford Street eine Fußgängerzone – und das bereits sehr erfolgreich. Das liegt auch an der wunderbaren Identity der Kreativagentur Koto, die humorvoll, warmherzig und smart ist und jeden willkommen heißt.

Viele schauen gerade auf die Londoner Oxford Street, die legendäre Einkaufsstraße, in der sich Geschäft an Geschäft reiht, mittendrin das großartige Kaufhaus Selfridges und drumherum Restaurants, Galerien und die Themse ist auch nicht weit.

Jetzt ist ein Abschnitt von einem Kilometer gesperrt worden: »More Space, Less Traffic« hieß es dazu – und das Konzept kommt richtig gut an.

Wie das geschafft wurde, darauf wird man vor allem auch von Berlin aus besonders schauen, wo das Konzept, die Friedrichstraße verkehrszuberuhigen krachend scheiterte. Und das ist vielleicht auch kein Wunder, wenn man sich an die trostlosen Absperrungen und die billigen Holzterrassen zurückerinnert, die dort ohne großen Kommentar hochgezogen wurden.

Das ist in London ganz anders.

For wie OxFORd

In London wurde von der Kreativagentur Koto gemeinsam mit der Greater London Authority (GLA) und der Oxford Street Development Corporation (OSDC) eine Identity entwickelt.

»For Everyone« heißt es jetzt über den Abschnitt der Oxford Street zwischen Orchard Street und Great Portland Street und das mit einem Erscheinungsbild, das sich um Veränderung dreht und darum, dass jeder willkommen ist.

Im Mittelpunkt steht das »For«, das »Für«, das bereits in dem Straßennamen enthalten ist und nicht nur für die Vielfalt der Oxford Street steht und für alles, was sie zu bieten hat: fürs Verweilen, fürs Einkaufen, fürs Flanieren oder Dinieren. Sondern vor allem auch dafür, dass sie offen und einladend ist und ein Ort, der lebendig und in Veränderung ist.

Ganz so wie die Oxford Street es immer schon war – und sein wird. Auch deshalb ist die Identity eine, die sich mitentwickeln kann. Und die gleichzeitig aber auch einen Blick in die Vergangenheit wirft.

»Where London Meets« heißt es, während Texttafeln davon erzählen, dass hier einst ein Fluss war, dass sie von den Römern gebaut wurde. Dass Virginia Woolf beschrieb, wie die Menschen die Oxford Street entlang fließen. Und sogar Oasis’ ikonischem Song »Wonderwall« wird gedacht.

Dazu gesellen sich Bildwelten von Melone tragenden Herren, von Tauben oder auffällig gestylten Flaneuren, die mit augenzwinkernden Feststellungen wie »For Originals«, »For Commuters« oder »For Eccentrics« versehen sind.

Blick zurück – und in die Zukunft

Der Blick zurück auf die Geschichte drückt sich vor allem auch in der »London Sans« aus, die Koto zeichnete und die ebenso wie die Raute, die sich an das Wortlogo OxfordSt anschließt, auf die historischen Straßenschilder verweist.

Gleichzeitig schlängelt sich die Schrift ganz wie die Menschenmassen auf der Oxford Street durch die Identity und zitiert ein Monogramm, das die Kreativen entwarfen, lokale Architektur und historische Ladenschilder.

Für die Kampagne, die mit der Umwandlung der Oxford Street zur verkehrsberuhigten Zone einherging, wurde die Typografie zu Leben erweckt.

Ein Leitsystem erzählt in leuchtenden Farben und mit ausdrucksstarken Icons, wo die nächste U-Bahn ist, man einen Drink nehmen kann, einen Park findet oder ein Restaurant.

All das verwandelt die berühmte, verkehrsberuhigte und gerade deswegen hochdynamische Straße in den Place To Be, der er bereits in der ersten Woche mit riesigem Erfolg war.

 

 

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