An der Weinmarke Gertrud ist vieles ungewöhnlich: Wie sie entstanden ist, nach wem sie benannt wurde – und auch wie sie gestaltet ist. Und das jetzt von der Schweizer Agentur Nordland.
Gertrud ist ganz zufällig entstanden. Bei einem Treffen zweier junger Winzer im Wallis, die fanden, dass es eigentlich gar keinen coolen Roséwein in der Gegend gibt. Einen, der jung ist und der eine Geschichte erzählt.
Und so entstand der Rosé Gertrud, benannt nach der Großmutter einer der beiden.
Drei Jahre ist das her und Gertrud ein Erfolg. Sogar Merchandise gibt es mit dem Porträt der Großmutter, die inzwischen von vielen auch zärtlich einfach Trudi genannt wird – und seither die Etiketten bestimmt.
Immer wirkt sie elegant. Eher zeitlos, aber könnte auch in den Fifties oder Sixties angesiedelt sein.
Sie trägt türkisen Strick, die ausladende Sonnenbrille ist so knallrot wie ihr Lippenstift und in einer Winteredition hatte sie auch schon mal eine Wollmütze auf dem Kopf und eine reichlich mondäne Skibrille auf. Frau von Welt aus dem Wallis.
Erst mit Lover, jetzt im Sommer
Zwischendurch wurde ihr kurzfristig der Lover Armando an die Seite gestellt, ein Cuvée Rouge. Doch mit seiner Pfeife und seinem Filzhut konnte er nicht wirklich mithalten.
Sogar in der Dose ist sie schon für die Festivals in der Region erschienen – und jetzt erstmals als Weißwein.
Mit gepunktetem Kopftuch, der obligatorischen Sonnenbrille und mit einem hellgelben Hintergrund erzählt ihr Porträt von dem Sommer, für den der Weißwein gedacht ist – und fügt Trudis Geschichte ein weiteres Kapitel hinzu.
Es ist eindrucksvoll, wie man mit einem zumindest für einen Rosé, etwas schrägen Namen, mit einem persönlichen Bezug und wenigen illustrierten Etiketten, eine ganze Geschichte erzählen kann. Und dann noch eine, die Gertrud im Wallis ziemlich bekannt gemacht hat.