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Schickes Design für ein Riad in Marrakesch

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Bild Riad du Rabbin

ür das »Riad du Rabbin« entwickelte das Designstudio Büro für Linienführung einen modernen Markenauftritt, der dennoch die Geschichte des Gästehauses spüren lässt.

 


Die Altstadt von Marrakesch ist voll von Riads: Überall in den labyrinthartigen, unzähligen kleinen Gassen verstecken sich die traditionellen Gästehäuser. Der Besucher ahnt oft gar nicht, welche »Oasen« sich hinter den Häusermauern verbergen – denn häufig sind es nur kleine, unauffällige Türschilder, die Lage und Namen eines Riads preisgeben. Tritt man durch die Eingangstür ins Innere des Hauses ist man dann umso überraschter darüber, was man sieht.

Das »Riad du Rabbin« ist so ein Fall. Es ist ein altes jüdisches Rabbinerhaus, das von einer Luftverkehrsfrau und Kunstmäzenin aus Stuttgart restauriert und in ein Gästehaus verwandelt wurde. Was für eine besondere Unterkunft für Marrakeschbesucher sie kreiert hat, lässt die Webseite des »Riad du Rabbin« erahnen.

Das Corporate Design des Riads stammt von dem Designstudio Büro für Linienführung aus Leinfelden-Echterdingen. Den beiden Designerinnen Nadine Grasmück und Aline Kurz war es wichtig, die Tradition des Hauses und die alte Handwerkskunst Marokkos in den Markenauftritt einfließen zu lassen. Als »Wappentier« für das Riad wählten sie den Storch, den sie mit einem arabisch anmutenden Kalligrafiestil in ein Icon verwandelten.

Auch andere Elemente des Designs greifen marokkanische Handwerkskunst auf: »Die türkisblaue Hintergrundtextur zeigt die Patina einer Tadelaktfläche und das aufwändige Mosaikmuster trägt im Zentrum ein Rosette aus Störchen.«, sagen die Designerinnen.

Bild Riad du Rabbin

 Bild: Imagebroschüre des Riads

Außerdem nutzten sie eine goldene Ornamentmuster-Stanzung, um die Geschäftspapiere des Riads aufzuwerten. Sie kommt auf einem prunkvollen Goldumschlag zum Einsatz, der die Imagebroschüre des Riads ziert. »Der Schattenwurf, der durch das Muster entsteht, erinnert an die ornamentale Archtiektur Marokkos und deren spektaktuläre Schattenspiele, ebenso an die typischen Mosaikarbeiten und die zauberhaften, feinziselierten Lampen, die ebenfalls fantastische Schatten an die Decke zaubern.«, erläutern die Gestalterinnen.

Zudem findet das gestanzte Muster Einsatz auf der Speisekarte und auf einem Info-Leporello, der sich in den Gästezimmern befindet – in ihm werden Geheimtipps der Umgebung verraten und alle wichtigen Informationen und Zeiten des Riads dargestellt.

Auch Visitenkarten, Postkarten, Briefpapier und Türschilder gestaltete das Büro für Linienführung mit Liebe zum Detail – zu sehen in der folgenden Galerie.

 

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Die wachsenden Herausforderungen für Designer bei der Gestaltung von Identitäten

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Ein Storch, dem die Därme raus fliegen; auf der WebSite ein Hotel, fotografiert ohne Menschen – warum macht man sowas?

  2. Tolle Arbeit –> Herzblut 🙂

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