Finlandia Script von Julia Sysmäläinen

Die Berliner Typedesignerin mit finnisch-russischen Wurzeln gestaltete einen neuen, wunderschönen Scriptfont.



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Rund 40 Kilometer nördlich von Helsinki liegt mitten in einer ruhigen finnischen Seen- und Wiesenlandschaft Ainola, ehemaliges Zuhause des Komponisten Jean Sibelius (1865-1957), das heute ein Museum beherbergt. Quasi ein Heimspiel für Julia Sysmäläinen, liegt das Haus doch nur einen Steinwurf von der Kunstschule entfernt, in der sie ihre Grafikdesign-Ausbildung begann.

Dass ihre neue Schrift Finlandia Script heißt kommt nicht von ungefähr, ist sie doch von der Landschaft um Ainola und den Manuskripten Sibelius inspiriert. Allerdings ist es keine direkte Kopie seiner Handschrift. Die charakteristischen Züge sind erhalten geblieben, die Typedesignerin veränderte aber Form und Rhythmus der Zeichen dann, wenn diese Veränderung eindeutig zur Verbesserung der Lesbarkeit beitrug.

ALS Finlandia Script gibt es in drei Schnitten: Frost eignet sich am besten für Headlines. Die feinen Details, die an morgenliche Eiskristalle am Fenster oder auf dem Gestrüpp erinnern, sind nur ab einer bestimmten Größe zu erkennen. Regular und Bold haben stärker verbundene Zeichen und ergeben ein fließendes Schriftbild, das sich auch für längere Texte eignet. Regular und Bold enthalten jeweils über 1100 Ligaturen.

Keine Handschrift ohne Durchstreichungen! Wie bei allen Juliasys Scriptfonts ist auch ALS FinlandiaScript mit verschiedenen Durch- und Unterstreichungen versorgt. Sie sind als Contextual Alternates kodiert.

Veröffentlicht wurde die Familie von der Moskauer Design Firma Art. Lebedev Studio, kaufen kann man sie über Myfonts. Ein Einzelschnitt kostet gut 50, die gesamte Familie etwa 150 Euro.

 

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