Typograf

Als erster Vertreter dieser Berufsgattung gilt natürlich Johannes Gutenberg – er begründete mit seiner Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern das Arbeitsmaterial, für das seine Nachfolger Gussformen formten, um aus metallenen Buchstaben spiegelverkehrte Sätze zu ordnen, die, mit öliger Tinte betupft, an die wunderbaren handgeschriebenen Bibeln und Monografien erinnerten, die früher den Alltag vieler fleißiger Mönche in den Klöstern Europas prägten. Bis ins späte 20. Jahrhundert hinein ging es im Grunde so – auch wenn die Spur in monastische Kopistenstuben sich längst verloren hatte.

Wer mit geschwellter Brust behauptet, er gehe jetzt ins Office, beruft sich insgeheim oder unwissend auf Gutenberg-Assistent Peter Schöffer und seinen Mainzer Mäzen, zu Neudeutsch Venture-Kapital-Geber Johannes Fust, die in ihrem Engagement für die kommerzielle Nutzung der beweglichen Lettern das erste Buchdruck-Offizin eröffneten. Straßburg, Köln, Nürnberg, Bamberg, Augsburg, Lübeck – einfach überall in Europa tat man es ihnen nach und druckte Bibeln und weltliche Literatur nach diesem Verfahren. Mit eigenem, offiziellem Markenzeichen! Auch die Spur zur Wortmarke wurde also schon ganz früh in der Geschichte der Typografen gelegt.

Doch machen wir es kurz: Altgediente Typografen, die sich vielleicht noch an einem der Vorläufer der Linotype-Setzmaschine (Codename »Typograph«) die Finger blutig tippten, gehören seit Bestehen von PAGE zur Stammleserschaft, jüngere Typografen haben nicht selten beim Erstkontakt mit PAGE Feuer für die Kunst des Umgangs mit Schrift gefangen – dafür aber makellose Fingerkuppen, DTP, PostScript, TrueType und Co sowie zuletzt WOFF sei Dank.

Zugegeben, ein prosaisches Ende, weil ein zu weites Feld. Lesen Sie doch einfach weiter zum Thema – alle Monate im PAGE-Heft oder hier auf PAGE Online.

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