Hamster Hipster Handy

Im Bann des Mobiltelefons: Im Frankfurter Museum Angewandte Kunst dreht sich alles um das Handy, revolutionäres Kulturgut, Lebensentscheidend nicht nur für Hipster, sondern auch für Hamster.



Mobile Evolution © Kyle Bean
Mobile Evolution © Kyle Bean

Das Handy bestimmt unsere Kommunikation – und ist mittlerweile zu weit mehr als nur zum telefonieren da, ist Computer, Fotoapparat, Musik- und Filmplayer, Aufnahmegerät, Bilderspeicher, Karte, checkt unsere Gesundheit, trackt unsere Wege und hat die Gesellschaft weltweit nachhaltig verändert.

Zum Guten – und auch zum Schlechten, wie die Ausstellung Hamster – Hipster- Handy im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt zeigt, die einen enormen Bogen spannt, der führt durch die Jahrzehnte und von Fotografie, Installationen, Videokunst, Malerei, Street-Art und Design zu einer umfassenden Handysammlung, zu Popmusik, Werbung, YouTube, TV-Serien, Filmen – und dem Hamster.

Der ist Sinnbild der negativen Auswirkungen der Handykultur. Genauso wie die Elektroschrott-Berge in Westafrika oder Indien, das Kadium, Quecksilber und Blei, die die Gesundheit der Billigarbeiter gefährden oder die Ortungs- und Überwachungsmöglichkeiten, die in einem Mobiltelefon stecken.

Der Hamster hingegen gehörte zu den Nagetieren an denen um 2000 herum Strahlentests mit Handys durchgeführt wurden, um mögliche Schädigungen, des menschlichen Gehirn, des Gehörs und der umliegenden Nervenbahnen, zu erforschen. Zu den zahlreichen Künstlern , die ebenfalls an der Ausstellung beteiligt sind, gehören Yayoi Kusama, Martin Parr, David LaChapelle und Tobias Zielony. Besonders interessant auch, dass ein Teil der Schau von Aram Bartholl kuratiert ist, selbst bekannt für seine wunderbaren USB-Stick-Arbeiten, der webbasierte Arbeiten von Netzkünstlern im Off-Format zeigt.

Die Ausstellungseröffnung findet heute Abend, am 24.4., um 19 Uhr statt.




Kommentieren

Einfach mit dem PAGE Account anmelden oder Formular ausfüllen

Name *

Email *

*Pflichtfeld

Ihr Kommentar *

 
 

Das könnte Sie auch interessieren