Blick ins Studio: Felix Scheinberger

Der Illustrator Felix Scheinberger arbeitet überall, nämlich häufig, wenn er unterwegs ist. Den Rest der Arbeitszeit verbringt er in seinem Studio in Berlin, Prenzlauer Berg.



Bild Studio Felix Scheinberger

Felix Scheinberger wird einigen durch seine Bücher bekannt sein: Der Illustrator veröffentlichte im Verlag Hermann Schmidt Mainz unter anderem »Mut zum Skizzenbuch« sowie »Wasserfarbe für Gestalter« – über das wir in PAGE 11.2011 im Detail berichteten. Wasserfarbe kam auch bei Felix Scheinbergers Cover-Design zum Einsatz, das er für PAGE 02.2012 gestaltete.

Wenn er nicht gerade an neuen Büchern arbeitet, illustriert Felix Scheinberger für Kunden wie »Die Zeit«, »Brigitte«, »Le Monde Diplomatique«, »Geo«, oder eben auch uns.

Sein Studio liegt in einem Hinterhof im Berliner Viertel Prenzlauer Berg. Doch Felix Scheinberger verbringt nur rund die Hälfte seiner Arbeitszeit dort – einen guten Teil seiner Arbeit als Illustrator macht das »unterwegs Sein« aus.

»Als Zeichner bin ich viel unterwegs, fülle Skizzenbücher, arbeite draußen vor Ort und portraitiere Menschen dort, wo ich Sie treffe.«, sagt Felix Scheinberger. »Viele Projekte erfordern das Unmittelbare und Glaubwürdige einer Skizze und es macht deshalb tatsächlich Sinn, meine Motive vor Ort und direkt zu zeichnen. Einfach etwas zu googeln oder ein Foto zu schießen, ersetzt das meines Erachtens nicht.« Insbesondere wenn er Menschen portraitiert, ist der wirkliche Kontakt kaum zu überbieten, weiß Felix Scheinberger aus Erfahrung. »Das Unmittelbare, das ‘Vor Ort sein’, um den Moment und den Augenblick einzufangen, ist drinnen in der eher cleanen Atmosphäre am Rechner und Zeichentisch nicht zu simulieren.«

Das Studio »drinnen«, wie Felix Scheinberger es nennt, wird erst in einem zweiten Schritt wichtig, wenn er die Zeichnungen, mit denen er draußen seine Skizzenbücher gefüllt hat, weiter zu Illustrationen oder Büchern verarbeitet.

Im Grunde besitzt Felix Scheinberger also zwei Studios: ein großes und eins im Taschenformat. Er beschreibt das so: »Das vor-die-Tür-Gehen ist mir immer wichtig – und wenn ich dabei ein Skizzenbuch mitnehme, trage ich mein Studio ohnehin ein Stück weit mit mir.«




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