Warum gibt es bei uns nicht solche Briefmarken?

Mitten in aufgeladenen Diskussionen um Immigranten und um eine Mauer an der US-Grenze nach Mexiko bringt der U.S. Postal Service eine Briefmarken-Reihe mit Köstlichkeiten aus der Latino-Küche heraus. Nur eine von vielen tollen Serien weltweit …



Der U.S. Postal Service hatte bereits Batman, Eames-Möbel, Größen der Bürgerrechtsbewegung und John Lennon zum abstempeln, in Großbritannien adelte man David Bowie nach seinem Tod mit einer Marke und engagierte die Papierkünstlerin Hellen Musselwhite für kleine Markenkunstwerke während die Post in Südafrika auf Briefmarken gegen die Nashorn-Jagd kämpfte.

In Deutschland tut man sich etwas schwer mit einer Bandbreite an Themen und Designs. Dabei wären Sondermarken mit den besten Gerichten von Mitbürgern aus anderen Ländern bestimmt ein schönes Zeichen.

In den USA jetzt ganz frisch erschienen – mit einer Launch-Zeremonie in Albuquerque – ist die Serie Delicioso, die inmitten von Mauerbau- und Immigranten-Diskussionen Gerichte aus Lateinamerika preist, die mittlerweile fester Bestandteil der amerikanischen Küche sind.

Tamales gehören ebenso dazu wie Flan, Empanadas, Ceviche, Chile rellenos oder die Suppe Sancocho.

Illustriert hat sie John Parra aus Santa Barbara, California, der einen mexikanischen Vater hat und berühmt ist für seine Kinderbücher mit lateinamerikanischen Themen.

Zwei Jahre hat er an den Briefmarken gearbeitet, die Gerichte aus Mexiko, Zentral- und Südamerika und der Karibik zeigen.

Jedes Motiv besteht aus mehreren Schichten Acrylfarbe auf strukturiertem Papier, das anshließend mit etwas Sandpapier geschliffen wurde, um einen leichten Vintage-Look zu erzeugen.

Inspiriert ist ihr Stil von mexikanischer Wandmalerei ebenso wie von der Farbpalette südamerikanischer Handwerkskunst.

Nach dem Erscheinen der Marken widmet sich Parra jetzt wieder seinem neuesten Kinderbuch »Frida Kahlo and Her Animalitos« über die mexikanische Malerin und ihre vielen Tiere.

Weitere tolle Briefmarken-Sets von David Bowie, Agatha Christie zum Amsterdamer Theater Carré:


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