Pentagram ehrt Aktivisten

Für die Organisation Witness, die Bürger darin ausbildet und unterstützt, Menschenrechtsverletzungen zu filmen, ließ Pentagram in London sechs Aktivisten-Porträts auf eine Hauswand malen.



So verschieden wie die Ziele und Kämpfe der Aktivisten, die auf einer 60 Quadratmeter großen Wand im Osten Londons festgehalten wurden, sind auch die Stile der sechs Street-Artisten, Illustrationen und Grafikdesigner, die Pentagram, weltgrößte unabhängige Designagentur mit Büros in London, New York, San Francisco, Berlin und Austin, Texas, bat, diese zu malen.

 

Die Idee stammt von Pentagrams Harry Pearce, der seit langem die Arbeit von Witness unterstützt und ihre Ausbildung und Unterstützung von »Kamera-Zeugen«. Einmal im Jahr entwerfen Pearce und sein Pentagram-Team Einladungen und Plakate für die jährliche Spendenveranstaltung in New York.

In diesem Jahr werden diese auf den Londoner Street-Art-Porträts basieren und der Film über die Entstehung des Wandgemäldes wird bei dem New Yorker Spendenevent am 16. Oktober Premiere feiern.

Die Form einer Wandmalerei wurde gewählt, weil diese eine große Popularität bei dem Protesten im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien hatten – um an diese zu erinnern und auch zu zeigen, was für eine Relevanz Street-Art hat.

Zu den sechs verewigten Aktivisten gehören Antonieta Rodrigues Simões aus Rio de Janeiro, die im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien wie Tausender anderer Familien auch gewaltsam ihr Zuhause verlor und gegen diese Ungerechtigkeit bis heute kämpft. Ihr Porträt wurde von Danny O’Connor aka Docart gemalt. Ashley Funk, eine gerade Mal 20 Jahre alte Aktivisten (Abb. oben), die gegen den Klimawandel kämpft, von der Illustratorin Luisa Crosbie und von Stephanie Unger.

Die Rechtsanwältin Kuda Chitsike aus Zimbabwe, die in ihrer Heimat gegen politisch motivierte, geschlechtsspezifische Gewalt kämpft, malte Ilyanna Kerr, während Kweh Say aus Burma mit seiner Familie vor der Armee fliehen musste, im Dschungel lebte und immer wieder Menschrechtsverletzungen für Witness filmt, das Leiden der vielen Burmesen, die zwangsumgesiedelt wurden und auch der Niederbrennung seines eigenes Hauses. Akse sprayte sein Porträt. #codef hingegen brachte den syrischen Aktivisten Rami Jarrah auf die Wand, der, obwohl er mehrfach verhaftet und misshandelt wurde,  seit 2011 ungebrochen die Proteste und den Bürgerkrieg in seiner Heimat filmt – und mittlweile das Mediakollektiv ANA (New Media Association) gegründet hat, dem Bürgerjournalisten angehören, die Videos und Radiobeiträge veröffentlichen und von den Kämpfen und Frontlinien berichten.




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