Gudehus’ Ehrenpreis nimmt Form an

Vergangenen Monat hatte sie ihn bereits angekündigt, jetzt gibt Juli Gudehus erste Kategorien und Organisatorisches zu ihrem »Ehrenpreis« bekannt. Erste Vergabe ist im Frühjahr 2013.



Vergangenen Monat hatte sie ihn bereits angekündigt, jetzt gibt Juli Gudehus erste Kategorien und Organisatorisches zu ihrem »Ehrenpreis« bekannt. Erste Vergabe ist im Frühjahr 2013.


Mit ihrem Preis will die Gestalterin und »Lesikon«-Autorin Juli Gudehus ein Gegengewicht zu bezahlten Wettbewerben wie dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland schaffen. Sie hatte in der Vergangenheit schon des Öfteren die Praxis moniert, dass Preisträger ihre »Ehre« teuer bezahlen müssen – in Form von Teilnahme- und Veröffentlichungsgebühren. Dementsprechend ist ihr »Ehrenpreis« kostenfrei. Vielmehr sollen die Preisträger konkret gefördert werden.

»Der Ehrenpreis ist die allerhöchste offizielle deutsche Auszeichnung für gute Gestaltung. Der Ehrenpreis ist kein Wettbewerb. Der Ehrenpreis ist offen für alle gestalterischen Disziplinen und würdigt Tugenden wie Unabhängigkeit, Verantwortungsbewußtsein, Neugier und Humor, die essentiell sind sowohl für gute Gestaltung als auch für unsere Gemeinschaft. Das Organisationskomitee des Ehrenpreises hält die Preisträger von Kosten frei und bemüht sich um deren konkrete Förderung. Ehre wem Ehre, aber ohne Gebühr«, schreibt Gudehus auf der »Ehrenpreis«-Website.

Auch die Kategorien sind anders angelegt als bei den üblichen Preisen. So sollen etwa Arbeiten ausgezeichneten werden, »die sich mit einem besonders unliebsamen oder und delikaten Thema befassen«, oder Arbeiten, »die Klarheit schaffen, Verständnis erleichtern oder und Nerven schonen«. Wie das dann konkret aussieht, wird wohl die erste Preisvergabe zeigen. Die erste Jury setzt Gudehus aus bekannten Gestalterpersönlichkeiten zusammen. In den folgenden Jahren sollen die Juroren selbst ihre Nachfolger ernennen.

Einreichen kann man seine Arbeiten für den »Ehrenpreis« nicht. Stattdessen machen sich Experten der Gestaltungsdisziplinen als »unabhängige und unbestechliche Scouts« auf die Suche nach ehrungswürdigen Arbeiten. Auch das Publikum hat ein Mitspracherecht und darf auf der Website Arbeiten nominieren sowie seine Stimme für den Publikumspreis abgeben. Richtig losgehen soll es im Herbst 2012.

Die ausgezeichneten Arbeiten werden auf der Website, im Berliner Museum der Dinge | Werkbundarchiv und möglicherweise an weiteren Orten gezeigt. Auch die Preisverleihung im Frühling 2013 findet im Museum der Dinge statt. Das genaue Datum wird noch bekannt gegeben. Danach soll der »Ehrenpreis« jährlich vergeben werden.

Für die Umsetzung des Preises sucht Gudehus noch finanzielle und/oder tatkräftige Unterstützung. Mehr Informationen dazu hier. Der Name des Preise leitet sich übrigens nicht nur von »Ehre« ab, sondern auch von der gleichnamigen blauen Blume, die im Frühling blüht.


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