Award für Multimedia-Fotoreportagen

Schwarzafrikaner sind Barbaren und haben ein kleinere Großhirnrinde als Weiße – um junge Südafrikaner, die in rassistischen Jugendcamps mit solchem Schwachsinn zu nationalistischen Kämpfern trainiert werden, geht es in der beim World Press Photo Award ausgezeichneten Multimedia-Fotoreportage »Afrikaner Blood«.



Zum zweiten Mal gab es dies Jahr beim World Press Photo Award, dem wichtigsten internationalen Wettbewerb für Fotojournalismus, eine eigene Kategorie Multimedia. Die Produktion »Afrikaner Blood« von Videografin Elles van Gelder und Fotografin Ilvy Njiokiktjien aus den Niederlande machte den ersten Platz – mit einem bedrückenden Einblick in ein rechtsradikales Jugendlager, in dem burischen Teenagern jeder Glaube an eine multikulturelle »Rainbow Nation« ausgetrieben wird. 

Auch dem Thema Tschernobyl sind immer wieder neue Facetten abzugewinnen, wie die Dokumentation »Half-Lives: The Chernobyl Workers Now« von Maisie Crow zeigt. Darin geht es um die Stadt Slavutych, in der damals die aus der Nähe des Reaktors evakuierten Menschen Platz fanden – und die jetzt, nachdem das Kraftwerk endgültig ausgeschaltet wurde, zu einer zweiten Geistersstadt zu werden scheint. 

Mit bitterem Sarkasmus berichtet der mit dem dritten Preis ausgezeichnete James Lo Scalzo schließlich, was aus einem vielversprechenden Touristenziel im Colorado Desert wurde. Offizielle Preisverleihung beim World Press Multimedia Contest ist erst am 21. April in Amsterdam. 


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