Type Break

Der industrielle Fertigungsprozess hatte auf die Schriftentwicklung für eine Gaming-Tastatur genauso großen Einfluss wie die Ästhetik. Eine ganz neue Erfahrung für die TypeMates-Gründer Jakob Runge und Nils Thomsen.



Der Zeitdruck war enorm. Denn die Produktion der neuen Gaming-Tastatur von Cherrys, dem MX Board 5.0, in China war bereits geplant. Nach ersten Tests bemerkte der dortige Hersteller jedoch, dass sich die sonst von Cherry verwendete Schrift nicht in der gewünschten Qualität umsetzen ließ.

Während die Buchstaben bei gewöhnlichen Keyboards mittels Laser aufgebracht werden, sollten die Tasten des MX Board 5.0 nämlich im Zweikomponenten- Spritzgussverfahren entstehen. Bei diesem spritzt man flüssigen schwarzen Kunststoff in die Tastenform, der jeweilige Buchstabe bleibt als Schablone ausgespart und wird dann mit transparentem Material aufgefüllt. Transparent, weil sich die Zeichen von hinten mit verschiedenfarbigen LEDs durchleuchten lassen müssen. Ein Verfahren, das den Abrieb der Buchstaben verhindert, aber an die Schrift auch besondere Ansprüche stellt.

Und so wandte sich Cherry, der Hersteller von Computereingabegeräten aus dem oberpfälzischen Auerbach, an TypeMates, die Foundry von Jakob Runge und Nils Thomsen, und beauftragte sie, in Rekordzeit eine Type zu entwickeln, deren Geometrie diesen Anforderungen genügt. Dabei sollte sie modern und gerne ein bisschen futuristisch aussehen, eher breit laufen und natürlich zum Anwendungsbereich Gaming passen.

Wie Jakob Runge und Nils Thomsen diese Herausforderung meisterten, lesen Sie in der PAGE 02.2018, die Sie hier bestellen können.


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2 Antworten zu “Type Break”

  1. ilja sagt:

    Zum Glück gibt es nicht nur “ein Gefühl für Ästhetik” und nicht jeder Tippt in sein iPhone X, während er in seinem Eames Lounge Chair lümmelt. 😉

  2. BH sagt:

    Furchtbar. Wie der Großteil der “Gaming”-Produkte auf dem Markt – völlig daneben. Ein erzwungenes “cool sein”. Futuristische Schriften im Eurostil-Stil, Drachenköpfe, blinkende LEDs… Darauf spricht doch nichteinmal mehr die Zielgruppe richtig an, oder doch? Mittlerweile haben auch die vierzehnjährigen Spieler ein Gefühl für Ästhetik.

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