Großartige Bauhaus-Typo Bialik

Ann-Iris Weinblum entwarf »Bialik« in Anlehnung an die Formenlehre des Bauhaus.



Noch ganz frisch ist die Schrift »Bialik«, die Ann-Iris Weinblum als Bachelorarbeit ihres Kommunikationsdesign-Studiums an der berlin design akademie entwarf. Vorletzte Woche hatte sie ihre Präsentation und gerade ist ihre Abschlussarbeit in der spannenden Ausstellung Selected 12.0 zu sehen.

Dass Ann-Iris Weinblum sich am Bauhaus orientierte, hat auch persönliche Gründe. Denn da ihr Vater aus Tel Aviv stammt, verbrachte sie viele Urlaube in der »weißen Stadt«, die 2004 wegen ihrer zahlreichen Bauhhaus-Gebäude zum Unesco Weltkulturerbe erklärt wurde.

So entstand die Idee, eine hebräische Schrift in Anlehung an die Formenlehre des Bauhaus zu entwickeln und speziell an die Formenlehre von Wassily Kandinsky und Johannes Itten.

Den ersten Schriftschnitt der »Bialik« entwickelte Ann-Iris Weinblum aus den Bauhaus-Grundformen Dreieck, Rechteck und Kreis und aus des Thesen über die Wirkung von Kontrasten, mit der Itten sich beschäftigte und in denen es darum ging, wie dick oder dünn etwas ist, wie schmal und breit und was sich daraus für Proportionen ergeben.

Für die »Bialik Regular« hingegen wandt sie die Lehre Kandinskys an, alles so weit zu abstrahieren, dass nur noch das Wesentliche vorhanden bleibt. Daraus ergab sich, dass die »Bialik Regular« nur noch eine Strichstärke hat und nichts mehr, was sie nicht braucht.

Insgesamt sind vier Schriftfamilien entstanden, die Ann-Iris Weinblum in nächster Zeit noch erweitern wird. Benannt ist ihre kunstvolle und unique Schrift nach dem israelischen Nationaldichter Chaim Nachman Bialik – und vor allem nach der Rechov Bialik, der wunderschönen Straße in Tel Aviv, die seinen Namen trägt und an der zahlreiche Bauhaus-Gebäude und auch das Bauhaus Museum liegen.

Wer Ann-Iris Weinblum wegen der »Bialik« kontaktieren möchte kann dies unter anniris@gmx.net tun.


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