WWDC 2012: Mac Book Pro hoch aufgelöst

Großevent bei Apple: Vor der versammelten Entwicklergemeinde stellte der Konzern neue Macbooks und neue Betriebssystem-Versionen vor.



Mac Book Pro Retina Display
Großevent bei Apple: Vor der versammelten Entwicklergemeinde stellte der Konzern neue Macbooks und neue Betriebssystem-Versionen vor.

Für den neuen Apple-Chef Tim Cook war es eine Art Meisterstück: Ein dreiviertel Jahr nach dem Tod von Steve Jobs präsentierte er vor der versammelten Apple-Entwicklergemeinde und hunderten Journalisten Upgrades für Software und Hardware des kalifornischen Technologiekonzerns. Übervater Jobs hatte diese Ereignisse zu Höhepunkten des Markenerlebnisses Apple gemacht; ein eingespieltes Ritual in Jeans und Turtelneck-Pullover, das nie ohne die obligatorische Überraschung am Ende blieb: »One more thing …«

Zumindest darauf verzichtete Nachfolger Cook, dennoch war die Präsentation nicht weniger perfekt durchchoreographiert als in den Vorjahren und Apple hatte einiges anzukündigen. Das Highlight des Abends war ein neues Mac Book Pro mit dem vom iPhone und vom iPad 3 bekannten Retina-Display. 2880 mal 1800 Bildpunkte schafft das Display auf nur 15 Zoll Bildschirmdiagonal darzustellen, so dass das menschliche Auge keine einzelnen Pixel mehr erkennen kann. 

Die eigenen Anwendungen wie Final Cut Pro oder Aperture hat Apple bereits an die neuen Displays angepasst und auch einige Drittanbieter stellen entsprechende Updates ihrer Anwendungen bereit. Verschwunden ist dafür das alte 17-Zoll-Mac Book Pro. Und das ist nicht einmal ein Verlust, da dank der hohen Auflösung mehr Paletten und Elemente auf die neuen 15-Zöller passen als zuvor auf das größere Gerät.

Für Mac OS X 10.8 stehen nun Preis und Start fest: 16 Euro und ein Tag im Juli. Das »Mountain Lion« (Puma) getaufte Upgrade wird eine tiefere Integration mit Apples iCloud bieten und mit der neuen Mitteilungszentrale dem Mobilsystem iOS noch ein bisschen ähnlicher werden. Um genug Zeit für die ganzen Synchronisierungsvorgänge zu haben, bietet Mac OS X 10.8 die neue Funktion Power Nap, dabei aktualisiert der Mac auch im Ruhezustand seine Dateien mit der Cloud.

Noch etwas länger warten muss die Apple-Gemeinde auf iOS 6. Das neue Mobil-Betriebssystem erscheint im Herbst, der bekanntlich am 21. Dezember endet. Es bietet eine deutlich verbesserte Siri-Spracherkennung und kommt nun auch auf das iPad. Bei den Landkarten stützt sich Apple hingegen nun nicht länger auf Google, sondern hat ein eigenes Angebot entwickelt. Facebook schließlich ist nun tief in das iOS integriert – wie viel von den Aktienerlösen dafür nach Cupertino geflossen ist, bleibt allerdings das Geheimnis der beteiligten Unternehmen.

Tim Cook jedenfalls wirkte am Ende recht gelöst als er sich von der Bühne verabschiedete und wer weiß, vielleicht bringt er ja nächste Mal dann »one more thing« mit.

(Wahre Apple-Aficionados finden hier das vollständige Video der Keynote)


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