Wie ein Logo anonymen Nordkoreanern eine Identität gibt

Die NGO Saram setzt sich für Menschenrechte in Nordkorea ein – mit einer neuen Identity von KW43 Branddesign, die versucht, den Menschen dort ein Gesicht zu geben.



Die Hilfsorganisation Saram beschafft und verifiziert Informationen über und aus Nordkorea, um auf diese Weise für die Menschenrechte dort zu kämpfen.

Es ist eine politische, aber auch emotionale Arbeit, die eng mit den Schicksalen der Menschen dort verknüpft ist.

Doch wie stellt man die Menschen dort in den Vordergrund, wenn man ihre Gesichter nicht wirklich kennt? Schließlich ist es in Nordkorea nicht erlaubt, die Bevölkerung abseits offizieller Termine und in ihrem Alltag zu fotografieren.

Das war ein Problem, mit dem die Agentur KW43 Branddesign sich auseinandersetzte als sie ein neues Erscheinungsbild für die Hilfsorganisation Saram entwickelte.

Und sie fand ein anderes Identität stiftendes und persönliches Merkmal, das Nähe schafft: Statt auf Porträts konzentrierten die Kreativen sich auf Vornamen der Koreaner und entwickelten ein flexibles Logo, das ihre Namen mit dem Wort Saram, das Mensch bedeutet, verbindet.
Yeon-Sook ist dort zu lesen, In-Sik, Song-Ho oder Enn-Hye. Gehalten ist die Identity in den Farben der nordkoreanischen Flagge in Rot, Blau, Weiß und angelehnt an deren schlichte Grundkomposition mit horizontalen Balken.
Gleichzeitig setzt die Gestaltung auf Initialen, auf Signalrot und Prägnanz, die eindringlich Wichtigkeit und Notwendigkeit der Arbeiten von Saram unterstreichen: Allein 120.000 Menschen in Nordkorea sind derzeit in Straflagern inhaftiert, es herrscht Folter und Zwangsarbeit und faire Gerichtsverfahren gibt es ebenso wenig wie freie Meinungsäußerung.

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