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Vegan drucken ist kein Problem

Papier, Kleber und Druckfarben können tierische Bestandteile enthalten. Wer das vermeiden will, hat heute die Möglichkeit, fast alles auch vegan zu drucken – ohne Abstriche bei der Qualität.

Kuh-Porträts zieren die vegan gedruckten Kalender, Notizbücher und Mappen mit Ausmalbildern, die Lena Wenz über ihr Label It’s Cow-time anbietet.

Lena Wenz mag Kühe. Nicht als Milchlieferanten oder Schnitzel auf dem Teller, sondern als liebenswerte Tiere mit Charakter. Auch deshalb lebt die Gestalterin aus Bayreuth vegan, und sie bemüht sich, diese Überzeugung so weit wie möglich in ihren Projekten zu berücksichtigen. Neben Auftragsarbeiten betreibt sie das Label It’s Cowtime, hier bietet sie Kalender, Notizbücher und Ausmalvorlagen mit Kuhmotiv an – natürlich vegan gedruckt.

PDF-Download: PAGE 02.2020

Fotografie: Comeback in Kommunikation, Branding und UX Design ++ Behavioural Design: Wie wir mit Design Verhalten gezielt verändern können ++ Vegan drucken – so geht’s ++ Creative Coding für Designer ++ Framing als Kreativmethode ++ Dos & Don’ts: Mit UX an die Spitze ++ John Maeda im Interview

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Mühsames Sammeln von Nachweisen

Die auf Nachhaltigkeit spezialisierte Druckerei oeding print aus Braunschweig hat sich die Arbeit gemacht, bei Herstellern und Lieferanten die Inhaltsstoffe und Produktionsbedingungen ganz genau zu recherchieren, um so vegane Farben und Toner für Digitaldruckmaschinen anbieten zu können. »Vor zwei, drei Jahren tauchten immer mal wieder Kundenanfragen nach veganem Druck auf, und wir fingen an, uns mit dem Thema zu beschäftigen«, berichtet Roland Makulla, Nachhaltigkeitsmanager bei oeding print. »Es dauerte allerdings, bis wir alle notwendigen Nachweise zusammenhatten, zumal einige Hersteller das Thema zunächst merkwürdig fanden.«

Die beiden Kochbücher des GrünerSinn-Verlags produzierte oeding print vegan: vom Papier über die Farben und Lacke bis zu den verwendeten Klebstoffen und Folien.

V-Label sorgt für Sicherheit

Herkömmliche Aufkleber und Etikettenmaterialien verwenden häufig Horn- oder Knochenreste von Tieren im Trägermaterial, um es weißer erscheinen zu lassen. Die meisten dabei eingesetzten Klebstoffe enthalten zudem Kaseine. Schon 2015 nahm die Berliner Onlinedruckerei DeineStadtKlebt.de vegane Aufkleber ins Programm. Dabei ist es dem Gründer Paul Kündiger wichtig, dass ProVeg seine Aufkleber 2019 auch mit dem V-Label zertifiziert hat: »Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass vegan oder vegetarisch beworbene Produkte tatsächlich frei von tierischen Bestandteilen sind, denn die Deklarierung Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs ist in Deutschland keine Pflicht. Das V-Label schafft da Sicherheit und Transparenz für die Kunden.«

Die Berliner Onlinedruckerei DeineStadt-Klebt bietet mit dem V-Label zertifizierte Aufkleber für drinnen und draußen an.

Noch viel mehr Informationen rund um das Thema Vegan drucken sowie zum Gütesiegel V-Label finden Sie in der PAGE 02.2020, die Sie hier bestellen können.

PDF-Download: PAGE 02.2020

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Produkt: eDossier »Falz- und Bindetechniken«
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Ratgeber Falz- und Bindetechniken: Effektive Produktioner-Tipps für Buchgestaltung, Editorial Design und Kalender-Design

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Nicht das ich etwas gegen neue Wege und Technologien habe, im Gegenteil. Entwicklung benötigt neue Möglichkeiten zu erschliessen. Aber diese “Veganargumente” sind doch m.M. nach deplatziert und vordergründig.
    Pflanzen sind genauso Lebeswesen wie Tiere und letztlich ziehen wir aus allem was lebendig ist einen Nutzwert für unser kulturelles Leben und das, was wir dafür als notwendig erachten..
    Die Frage ist m.M. nach nicht ob das eine Leben gegen das andere Schützenswerter ist, sondern wie wir ethisch und moralisch mit dem was uns nutzt verantwortungsvoll umgehen.
    Letztlich leben wir nur von anderen Lebensformen.

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