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Saatkultur*: Hilfe säen mit Pflanzen – und Design

Neun internationale Designer:innen, darunter Aurelia Durand und Mario Lombardo, haben für Saatkultur* Packaging-Cover gestaltet. Noch ein Grund mehr, das Hamburger Non-Profit-Projekt zu unterstützen.

Lange schon hat die Autorin Jutta Nachtwey, die seit vielen Jahren auch für PAGE schreibt, sich mit dem Gedanken getragen, statt immer nur betroffen auf die Ereignisse der Welt zu schauen, auf eigene Weise zu helfen.

So ist Saatkultur* entstanden, ein Non-Profit-Projekt, das Samen für neun essbare Pflanzen anbietet, die aus verschiedenen Ländern und Kontinenten zu uns gekommen sind und seither unsere Küche bereichern.

Kapuzinerkresse gehört ebenso dazu wie Lavendel, Zimtbasilikum oder Schwarzkümmel.

Asterisk als Blüte

Neun Gestalter:innen hat Jutta Nachtwey gebeten, jeweils ein Packaging-Cover zu gestalten. Die jeweilige Schrift des Wortlogos Saatkultur*/S!*  haben die Kreativen selbst ausgewählt, der Asterisk hingegen sorgt für visuelle Kontinuität und erinnert gleichzeitig an eine abstrahierte Blüte.

Zu den beteiligten Designer:inner gehören neben Mario Lombardo (Argentinien/Italien/Deutschland) und Aurelia Durand (Frankreich/Elfenbeinküste), TienMin Liao (Taiwan/USA), Hannah Buckman (Groß Britannien/Ghana), de_form (Ungarn), Francesca Sanna (Italien), Melissa Fernandez (USA/Mexiko), Ingrid Irsigler (Südafrika/Deutschland) und Abraham Zeitoun (Libanon/Frankreich).

Sie haben Tomaten in Rotkäppchen verwandelt, Salbei mit einer aufgehenden Sonne versehen, Schwarzkümmel wunderschön Lila abstrahiert oder Oregano mit einer Fashion-Fotografie versehen.

Finden sich in den Tütchen die jeweiligen Samen, dienen die Rückseiten als »Medium gegen Rassismus«, wie Jutta Nachtwey sagt. Auf ihnen werden eindrucksvolle Projekte vorgestellt, die sich für die Inklusion von Geflüchteten engagieren und für wechselseitige kulturelle Bereicherung stehen:

Saatgut nicht nur für den Garten, sondern auch für die Gesellschaft und ihren Wandel.

Website mit Tiefe und Stil

Die Website Saatkultur* hingegen, die von dem Berliner Designstudio Moniteurs (BER Leitsystem) pro bono entwickelt wurde, taucht herrlich klar und schlicht gestaltet, tief in die einzelnen Integrationsprojekte ein, stellt die Pflanzen ausführlich vor und auch die Arbeit der beteiligten Gestalter:innen.

Geplant ist, den Vertrieb der Samentütchen von Saatkultur* am Internationalen Museumstag (15.5.22) auf Schloss Gottorf, Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, zu starten. Sie sind gegen Spenden dort erhältlich. Vorausgesetzt, das Event kann trotz der Covid19-Pandemie stattfinden.

Sollte das nicht möglich sein, wird Saatkultur* sich um einem Partner für den Online-Vertrieb bemühen.

Die Spenden, die durch den Vertrieb von Saatkultur* generiert werden, fließen an das Sozialunternehmen More Than Shelters (MTS), das sich für die Verbesserung der Lebensräume in Flüchtlingslagern und informellen Siedlungen einsetzt.

Das MTS-Team überlegt derzeit auch, wie es ukrainischen Geflüchteten beim Ankommen in Berlin Unterstützung bieten könnte.

Rückseite Saatkultur* gestaltet von Christine Krawinkel
Gestaltung: Ingrid Irsigler
Gestaltung: Mario Lombardo
Gestaltung: Hannah Buckman
Gestaltung: Aurelia Durand
Gestaltung: Abraham Zeitoun
Gestaltung: DE_FORM
Getaltung: TienMin Liao
Gestaltung: Melissa Fernandez
Gestaltung: Francesca Sanna

 

Produkt: eDossier: »Pflicht und Kür im Etikettendesign«
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