Russische Zukunftsträume

Bei den Winterspielen in Vancouver im Februar launcht die internationale Agentur Interbrand, die den Pitch um das Erscheinungsbild für die Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Sotchi gewonnen hatte, ihre neue CI-Lösung.



Bei den Winterspielen in Vancouver im Februar launcht die internationale Agentur Interbrand, die den Pitch um das Erscheinungsbild für die Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Sotchi gewonnen hatte, ihre neue CI-Lösung.

Auf eine eigene Bildmarke, etwa mit Landesflagge, verzichtete Interbrand und entwickelte anstelle dessen eine bildhafte Wortmarke. Zusätzlich wurden die ursprünglichen Olympia-Ringe in Form und Farbe originalgetreu übernommen.

Um die Gegensätzlichkeit des Gastgeberlandes – Europa und Asien, dynamische Metropolen neben karger Tundra, Berge neben Meer und sibirische Kälte neben heißblütigem Temperament – zu visualisieren, wurde der Begriff „Sochi“ scheinbar gespiegelt. Irritierend, denn erst bei genauem Hinsehen entpuppt sich die Spiegelung als die Jahreszahl 2014. Um gleichzeitig den Innovationsgeist Russlands hervorzuheben, wird der Städtename durch die landeseigene Internetdomain „ru“ ergänzt – der englische Webauftritts ist dann aber doch unter www.sochi2014.com zu finden. Ohnehin gibt sich die Marke Sochi2014 mit digitalen Spielereien und mobilen Applikationen webaffin, damit sich auch die Jugend den Olympischen Geist nicht entgehen lässt.

Bekanntlich bestechen Olympia-CIs selten durch Eleganz und Innovationskraft, und auch das Sotchi-Design erinnert vor allem an die späten Achtziger. Dennoch ist das Erscheinungsbild für Sotchi konzeptionell intelligent und typografisch spannend umgesetzt und schafft einen außergewöhnlichen regionalen Bezug mit hohem Wiedererkennungswert.

 

 

 

 

 

 


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