Nach Sheep View: Die Färöer fordern Google erneut heraus

Nicht nur Google View hat die Färöer Inseln nicht auch dem Schirm, Google Translate ignoriert das Färöisch. Deshalb haben die findigen Inselbewohner ihren eigenen und sehr eigensinnigen Translater entwickelt.



Die Kampagne Sheep View der Färöer Inseln, in der Schafe mangels Google View das Ablichten der Inseln vornahmen, war ein durchschlagender Erfolg: Die Touristenzahlen auf den 18 Vulkaninseln stiegen stetig.

Doch wie redet man mit den neugewonnenen Gästen wenn Google Translate das Färöisch nicht unterstützt? Schließlich sprechen nur noch 80.000 Menschen die Inselsprache, die vom Aussterben bedroht ist.

Erneut nimmt die färöische Tourismusbehörde die Sache selbst in die Hand – und entwickelt mit Faroe Island Translate ihre ganz eigene Version von Google Translate. Und das geschieht per live-Video, online und mit freiwilligen Unterstützern.

Gibt man auf der Website Faroeislandtranslate ein Wort oder einen Satz ein, übersetzt ein Inselbewohner dieses persönlich und per Videobotschaft.

»Wo kann ich die Papageientaucher sehen?« heißt zum Beispiel »Hvar ber til at siggja lunda?«, In Ordnung! Deine Augen sind wunderschön. Kann ich dich küssen? oder Ich liebe Fleischbällchen! tragen bereits zur internationalen Inselverständigung bei – und dazu lernt man jede Menge Färöer Bewohner kennen, die, wo sie gerade auch sind, in die Kamera sprechen.

Vom Fischer zur Krankenschwester, vom Lehrer zum Schlachtermeister. Jeder, der Färöisch spricht kann teilnehmen, bekommt einen Text weitergeleitet und schaltet sich per Handykamera ein.

Ein toller Google-Hack, beziehungsweise eine tolle Kampagne, die Googles Popularität nutzt, um für die Schönheit, Freundlichkeit, den Charme und den Humor der Färöer Inseln zu werben – und für einen Besuch dort.

 

 


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