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Müll aufgemöbelt: Ikea Trash Collection

Ikea möchte grüner werden: Mit einem brandneuen Second-Hand-Store – und einer Kampagne der Kreativagentur Try aus Oslo.

Ausgerechnet Ikea? Das Möbelhaus, das auf niedrige Preise und oft auch auf niedrige Qualität seiner Möbel setzt. Das für manchen wie ein Fast-Furniture-Unternehmen wirkt und sich anbietet, »Übergangsmöbel« für einen Spottpreis zu erstehen, Hocker für fünf Euro im Sonderangebot, Betten für 69 Euro.

Möbel für alle könnte man die Taktik genauso nennen. Die Meinungen sind gespalten. Aber egal, wie man über Ikea denkt, das schwedische Möbelhaus versucht, nachhaltiger zu werden.

Und dass mit einer Kampagne, die so großartig ist wie so viele andere für das Unternehmen, in sich die Kreativen immer wieder trauen, auf Übermut und Eigensinn setzen – und auf schrägen Humor.

Ganz so wie die Kreativagentur Try aus Oslo es jetzt on ihrer Kampagne für »The Trash Collection 2021« tut.

Traurige Möbel auf Plakaten und in einem Spot

Um darauf aufmerksam zu machen, dass allein in Norwegen jährlich mehr als drei Millionen Möbelstücke entsorgt werden (und dass natürlich auch von Billig-Brands wie Ikea), hat es verschiedene Möbel von ihnen in Sperrmüllbergen arrangiert, in Flüssen, auf Halden und Abfallhöfen.

Der Tisch Vejmon wurde am 28. April gefunden heißt es auf einem der Plakate. Und das im Sperrmüll vor einer Wohnsiedlung. Die Kommode Malm wurde am selben Tag auf einem Abfallberg mitten im Wald entdeckt, während ein Billy-Regal Anfang Mai bereits kopfüber in einer Müllhalle lag.

Alles nicht nötig, sagt Ikea. Denn die Plakate und der Werbespot von Try erzählen gleichzeitig davon, dass das Möbelhaus jetzt Ersatzteile bereithält, um kaputte Möbel wieder zu reparieren, sie jetzt auch zurückkauft und ihnen ein aufgemöbeltes, neues Leben in einem ihrer neuen Second-Hand-Stores verschafft …

Produkt: eDossier »Nachhaltigkeit im Kommunikationsdesign«
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