Mit Autos im Stau für Volkswagen werben

Eine wirklich ungewöhnliche Auto-Kampagne, nicht inszeniert, sondern in Bolivien, Indien und Nigeria für Volkswagen fotografiert – und ganz ohne den futuristischen Touch aktueller Autowerbung.



Oft das gleiche in der Autowerbung – und das schon seit Jahren: Die neuesten Modelle fahren durch die Berge, legen sich in die Kurven, brausen am Meer entlang oder durch Metropolen, hochpoliert, aalglatt und wertig.

Die Agentur DDB Argentina wollte das nicht wiederholen, als sie den Auftrag bekam, die technische Ausstattung der Volkswagen-Modelle in Szene zu setzen.

Statt auf futuristischen Style, setzt sie in ihrer Volkswagen-Kampagne auf Emotionen, statt auf Perfektion, auf die Realität anstatt auf makellose Inszenierung. Sie zeigt Situationen, die jeder Autofahrer kennt und zieht die Schraube noch mal etwas an: Stau in Indien, Stoßstange an Stoßstange in Bolivien, totales Chaos in Nigeria, Stop-and-Go, Gehupe und Adrenalin.

In diesem Chaos stellen die Kreativen die zahlreichen Feature der Volkswagen-Modelle heraus, abstrakt und nicht auf ein bestimmtes Autos projiziert. So müssen sie sich nicht auf ein Element der technischen Ausstattung beschränken, sondern gleich eine Reihe von ihnen präsentieren.

den Stau-Assistenten, den Sicht-Assistenten, die automatische Bremse vor einer Kollision, den Rundumblick und viele mehr.

Ohne Kommentar zählen sie diese auf den Plakaten und Anzeigen auf. Kombiniert mit den Fotografien prallen Welten aufeinander, entstehen zahlreiche Geschichten und kommen Fragen auf, was Autofahren (heute) eigentlich bedeutet.

 

 


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4 Antworten zu “Mit Autos im Stau für Volkswagen werben”

  1. Matthias sagt:

    Kann sich dort überhaupt jemand so ein Auto voller Assistenzsysteme leisten?

  2. DiVe sagt:

    Da sieht man wieder mal die überhebliche (westliche) Sicht auf das Thema. Wer benötigt bitte im Maga-Verkehrsgewühl einen Lane oder Traffic Jam Assistant geschweige denn Rear Traffic Alert? Und das dauernde Gepiepse der div. Helferlein möchte ich mir gar nicht vorstellen, wenn Nachbarfahrzeuge ständig irgendeinen Mindestabstand unterschreiten. Ziemlich daneben die Text-Bild-Spannung … diese Systeme sind vermutlich das Letzte was sich Fahrer in solchen Ländern wünschen.

  3. Birgit von der Wense sagt:

    Emotionen und Realität! Super! Stellt sich hier nur die Frage, ob in solch einer übervollen Auto- Situation lieber Werbung für Fahräder oder Laufschuhe inszeniert werden sollte. Eine gute Idee mit unüberlegtem Inhalt, würde ich sagen… (und unsere Umwelt wurde ebenso nicht in den Gedankengang der Werber mit einbezogen, schade eigentlich…)

  4. Tim Trüffel sagt:

    Autos für den Normalsterblichen gehören grundsätzlich abgeschafft. Lediglich für das Gewerbe, und auch hier wird man differenzieren müssen, damit nicht jeder nutzlose Transporter leer durch die Gegend rauscht. Furchtbar! Bei dem Motiv hätte ich sowieso keine Lust mehr auf einen fahrbaren Untersatz. Sorry VW!

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