Erobert die Stadt zurück: Eröffnung Medienfassaden Festival Berlin

Sieben Städte – 15 digitale Großbildschirme: Erstmals verbindet das Medienfassaden Festival, das 2008 in Berlin gegründet wurde, sieben europäische Metropolen miteinander. In Berlin, Brüssel, Budapest, Helsinki, Liverpool, Linz und Madrid werden mehr als zwei Wochen lang Kunstprojekte im öffentlichen Raum flimmern: spektakulär, augenzwinkernd, unterhaltsam – und bedacht.



Sieben Städte – 15 digitale Großbildschirme: Erstmals verbindet das Medienfassaden Festival, das 2008 in Berlin gegründet wurde, sieben europäische Metropolen miteinander. In Berlin, Brüssel, Budapest, Helsinki, Liverpool, Linz und Madrid werden mehr als zwei Wochen lang Kunstprojekte im öffentlichen Raum flimmern: spektakulär, augenzwinkernd, unterhaltsam – und bedacht.

»Connected Cities« ist das Thema des diesjährigen Medienfassaden Festivals, das heute in Berlin beginnt – und »Reclaim the Screens!«, Erobert die Fassaden wieder! der Aufruf, den öffentlichen Raum für Gesellschaft zu öffnen – anstatt für Werbeflächen. Was wäre, wenn Anspruchsvolles über die riesigen Medienfassaden der Metropolen flimmern würde anstatt Limonaden-Werbung und Auto-Spots?

Auf drei digitalen Großleinwänden ist in Berlin zu sehen, wie das aussehen könnte. Sie stehen am Collegium Hungaricum (CHG), im U-Bahnhof Friedrichstraße und sind am Gasometer in Schöneberg angebracht.

Am CHG werden die »Men in Grey« sich heute Abend unter die Leute mischen, sich in den Hot-Spot am Collegium Hungaricum einwählen, werden kopieren, was im W-Lan passiert und die Inhalte der User an die Medienfassade werfen. Dort wird die Privatsphäre fast so ungeschützt in die Öffentlichkeit gestellt, wie man es in sozialen Netzwerken freiwillig zulässt. VR/URBAN werden später ihre digitale Steinschleuder SMSlingshot zur Verfügung stellen, mit der Besucher Botschaften an die Fassade katapultieren kann, die dann wiederum in Liverpool gezeigt werden, während SMS-Nachrichten von dort in Berlin ankommen. Auf dem Gasometer wird Evan Roth digital Graffiti sprühen während »City Sleep Light« von Antoine Schmitt um Mitternacht die Schlafgewohnheiten der teilnehmenden Städte generiert.

Am Samstag dann, zur Nacht der Museen in Berlin, wird das »mobile dinner« 150 Gäste zu einem Festessen im Freien erwarten während dem sie via Leinwand mit den anderen Städten kommunizieren.

bis zum 12. September. Das ausführliche Programm finden Sie hier.

Foto oben: »Mobile Dinner« von Johanna Bruckner, © Bruno Di Lecce

»SMSlingshot« von VR/URBAN, © 2008-2010.VR/Urban

»Graffiti Analysis« von Ewan Roth, © Ruthe Zuntz

»Paradise Panorama« von Katrin Schoof, © Frank Hülsbömer


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