Hornbach goes Highend: Entwürfe namhafter Gestalter zum Nachbauen

Was eine unglaublich gute Idee: Mit der Werkstück Edition hat die Berliner Agentur Heimat einen neuen Coup für Hornbach gelandet.



Vor ein paar Wochen erst machte die Berliner Agentur Heimat mit der Hornbach-Projekt-Kampagne klar, dass es nervt, wie inflationär der Begriff Projekt verwendet wird – von Hipstern und anderen Angebern oder Verblendeten und haben die Spots dazu mit dem hauseigenen Humor versehen.

Jetzt lassen die Kreativen den Baumarkt zu neuen Höhen aufschwingen: Mit der Hornbach Werkstück Edition, die exklusive Entwürfe berühmter Designer zum Nachbau anbietet.

Den Auftakt macht der dänische Designer Sigurd Larsen, der in Berlin lebt und nicht nur Interior, sondern auch Architektur entwirft.

Sein Lounge Chair setzt sich aus Holzelementen und Stoffgurten zusammen – und kann nicht gekauft, sondern nur selbst gebaut werden. Ohne Spezialwerkzeug und mit Bauteilen, die bei Hornbach erhältlich sind.

Das zeigt, mit welch großartigen, überraschenden Perspektiven man das Image eines Baumarkts versehen kann. Das Konzept zitiert das Bauhaus und ähnliche Bewegungen, die den Anspruch eines Designs für Alle verfolgten.

Und vor allem erinnert die Edition an die Arbeit von Enzo Mari, dem weltberühmten italienischen Designer, Kommunisten, Kritiker der Massenproduktion und Verfechter des DIY, der 1974 das Buch Attoprogetazione mit diversen Bauanleitungen veröffentlichte.

Auch, weil zu der Werkstück Edition ein Buch zum Bauen erscheint, das laut der Agentur im Zentrum der Kommunikation steht, eine »sorgsam illustrierte Schritt-für-Schritt-Anleitung samt Material- und Werkzeugliste zum Bau des Lounge Chairs« ist und darüber hinaus – und das ist wieder sehr Hornbach, eine Echtheits-Metallplakette zur Veredelung enthält.

Zudem nimmt es sich Zeit, eine Geschichte des Lounge Chairs zu erzählen: »Es geht um den Wert einer Idee. Von Anfang an bis zur finalen Umsetzung. Konsequenterweise gibt es nicht mal einen Bausatz zum Zusammenbauen«, sagt Heimat-Kreativchef Guido Heffels.

Ab heute ist auch eine Website der Werkstück Edition online.


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