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Eindrückliche Kampagne gegen Genitalverstümmelung

Die Genitalverstümmelung ist eines der grausamsten Verbrechen gegen Mädchen und Frauen – mit steigenden Opferzahlen. Gemeinsam mit Betroffenen hat TBWA/Helsinki eine Kampagne gegen das Schweigen entwickelt.

Es ist nahezu unvorstellbar, was Mädchen und Frauen angetan wird, wenn man sie »beschneidet«. Die Schmerzen sind furchtbar, die Folgen verheerend. Unter dem Vorwand der »Reinheit« werden Mädchen und Frauen ihrer Sexualität beraubt, es wird ihnen jede Lust genommen und es soll verhindert werden, dass sie untreu werden.

Weltweit wird alle zehn Sekunden ein Mädchen Opfer von Genitalverstümmelung – und während der Pandemie steigen die Opferzahlen sogar noch dramatisch an.

Das Schweigen brechen

Mehr als 3 Millionen Mädchen sind von Genitalverstümmelung bedroht und Schätzungen zufolge könnte sich diese Zahl in den nächsten zehn Jahren auf 5 Millionen erhöhen. Gerade in Ländern wie Kenia und Somalia sind die Entwicklungen dramatisch.

»Die anhaltende Pandemie mit steigender Armut, Schulschließungen und Lockdowns setzt Mädchen einem hohen Risiko von Genitalverstümmelung aus«, sagt Hannele Pulliainen von der von Hilfsorganisation World Vision Finnland.« Sie fordert dazu auf, das Schweigen darüber zu brechen und wirbt um Unterstützung für den weiteren Kampf gegen diese grausame Tradition, die von der WHO als Verstoß gegen die Menschenrechte verurteilt wird.

Respektvolle Kampagne

Gemeinsam mit der Agentur TBWA/Helsinki und mit Überlebenden von Genitalverstümmlung hat World Vision diese Kampagne entwickelt, die eine respektvolle und eindringliche visuelle Metapher für die grausame Tradition gefunden hat, bei der nach Entfernung der Klitoris, die Schamlippen weitgehend zugenäht werden.

Gleichzeitig prangert sie das Schweigen über die Menschenrechtsverletzung an und fordert dazu auf, die Gewalt zu beenden:

»A girl is subjected to genital mutilation every ten seconds. Speak out to end the violence« ist in feiner Schreibschrift über dem Mund zu lesen, der wirkt, als wäre er zugenäht.

Bild: TOMMI VIITALA Bild: TOMMI VIITALA

 

 

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