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Diese Kampagne sitzt! McCann für die taz

»Warum Abstandhalten schon immer wichtig war« zeigt eine großartige Kampagne, die von McCann für die taz entwickelt wurde – mit Abou-Chaker und Bushido, dem Militärchef von Myanmar und der AfD.

Das nennt man auf den Punkt. Und das auch noch mit Humor. Obwohl einem das Lachen im Hals stecken bleibt.

Drei Motive, die die Werbeagentur McCann für die tageszeitung (taz) entworfen hat und die jetzt gelauncht wurden, unterstreichen die kritische Distanz der unabhängigen Zeitung und zeigen, wem sie auch gut getan hätte.

Nämlich Bushido, der mit Arafat Abou-Chaker einst eng verbunden war und heute mit einem der Köpfe der Abou-Chaker-Familie vor Gericht steht. Oder Aung San Suu Kyi, die ehemalige Regierungschefin von Myanmar, die dem Armeechef Min Aung Hlaing die Hand reicht. Oder FDP-Politiker Thomas Kemmerich, der nur mit Hilfe der AfD in Thüringen zum Ministerpräsidenten gewählt wurde und sich anschließend von Björn Höcke mit einem Handschlag gratulieren ließ.

Die Kampagne, die hauptsächlich in Print erscheint, spielt mit dem Claim »Warum Abstandhalten schon immer wichtig war« zudem gleichzeitig auf die aktuelle Pandemie-Situation an.

Entwickelt von McCann Düsseldorf, ist Craft Düsseldorf für die Produktion der Kampagne verantwortlich.

Im Januar hatte Regisseur Fath Akin für die taz den Spot Keine Angst vor Niemand gedreht.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Das nennt man voll daneben. “Journalismus mit Distanz. Schon vor Covid19”
    Distanz zu wem? Zu den Herrschenden? Zum Volk? Zu den “falschen Personen”? Zu echtem, kritischen und der Objektivität verpflichtetem vorurteilsfreiem Journalismus?
    Die taz beweist mit dieser Kampagne einmal mehr, dass sie mittlerweile von unabhängigem Journalismus meilenweit entfernt ist (Kommt noch ein Motiv mit Putin?)
    Und McCann zeigt, dass gut gemeint nicht unbedingt gut gemacht bedeutet. Lustig muss man auch können …

  2. Ich finde den Vergleich absolut unpassend. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Wie wäre es denn, wenn man sagt, ohne Nähe könnten wir uns gar nicht fortpflanzen und ein Bild von zwei sich umarmenden Menschen zeigt? Was McCann hier macht, nennt man in studierten Kreisen “Sozialkitsch”. Es werden einfach dramatische Szenen benutzt, um die Emotion anzuregen und ein Thema zu propagieren.

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