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Kampagne gegen den trüben Corona-Winter: Es ist Okay

Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, leuchtende Farben und leisen Humor, hat die Kreativdirektorin Lisa Gumprich die wunderbare Kampagne »Es ist Okay« entwickelt, die jetzt in Hamburg und Berlin zu sehen ist.

Sie wolle etwas zurückgeben, sagt die Berliner Kreativdirektorin Lisa Gumprich. Gerade in diesen Zeiten, die für alle so schwierig sind und in denen »viele struggeln«.

So entstand die Kampagne »Es ist Okay« mit zahlreichen Plakatmotiven, einer EsIstOkay-Website und Social-Media-Präsenz, zum Beispiel auf Instagram.

In leuchtenden Farben, auch, weil die Münchnerin Lisa Gumprich gerade ihren ersten Berliner Winter erlebt, macht »Es ist Okay« Mut, die schwierige Zeit durchzustehen.

Eine »Corona-Kampagne, die nicht den Finger hebt, sondern die Hand reicht« nennt sie die Aktion, die mit einem Kreativ-Kollektiv entstand, das sie ins Leben rief und zu dem unter anderem der Fotograf Stefan Hobmaier angehört, Stefan Schopf, der für Assistenz und Animation zuständig war und Nicole Hannay für das Styling.

»Alle sind so streng mit sich, wollen ihr Bestes geben, aber gleichzeitig ist der Alltag gerade von so vielen Unwägbarkeiten bestimmt«, sagt sie. Gleichzeitig sind so viele alleine, jeder ist in seiner Blase und wird von schlechten Nachrichten überflutet.

Design das verändern kann

Fest überzeugt, dass Design Dinge zum Besseren verändern kann und Humor immer ein guter Weg ist, mit Schwierigkeiten umzugehen, spendet die Kampagne nicht nur zärtlich Zuversicht, sondern zaubert einem auch ein Lächeln ins Gesicht.

Mit Motiven, auf denen sich ein Pilz als Kopfhörer ins Ohr verirrt, Rosenkohl am Fuß einen Straucheln lässt, der Blick verzerrt ist, der Kopf von Grau umwickelt oder der Körper gleich unter mehrern Jacken steckt, weil man so schutzbedürftig ist.

»Ich versuche auch in schwierigen Zeiten leicht zu sein und immer auch das Positive zu sehen«, sagt Lisa Gumprich.

Leuchtende Zuversicht

Damit genau das Verbreitung findet und möglichst vielen Menschen zumindest ein bisschen geholfen wird, hat sie die unterschiedlichsten Unternehmen angeschrieben. Die meisten blieben stumm. Bis auf Frau Bank von der Wall AG, die mithilft, den Menschen Mut zu machen und »Es ist Okay« den ganzen Februar über und auf bis zu 300 ihrer digitalen Außenflächen in Hamburg und Berlin zeigt.

Dort leuchten die Plakate jetzt in die Wintertage hinein – farbenfroh und zartem Mauve, in strahlendem Orange und Gelb, in sanften Sandtönen und sattem Grün und versehen mit liebevollen Botschaften und einem Dankeschön.

»Es ist okay, dass alles nicht gerade perfekt läuft. Danke, dass du weitermachst« heißt es oder »Alles einfach zu viel? Du bist mehr! Danke, dass du weitermachst« oder »Noch nicht im neuen Alltag angekommen? Aber weit gekommen! Danke, dass du weitermachst.«

Was für eine schöne Idee! Und dazu ist es eine ganz ohne kommerziellen Zweck. Dafür mit umso mehr Gefühl und ganz ohne falsche Sentimentalität.

 

 

 

 

Produkt: PAGE Digital 1.2019
PAGE Digital 1.2019
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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Schön das es noch Menschen gibt die Hoffnung und Mut verbreiten in einer üblen Zeit, schade das dies unsere Politiker nicht schaffen.
    Sie sollten sie sich mit der Kreativdirektorin der Kampagne “ES IST Okay” in Verbindung setzen, sie
    weiß anscheinend was die Menschen brauchen.

  2. Einfach nur ‘cool’ genauso etwas brauchen wir! Weiter so

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