Was tun im Januar oder ungewollt freien Zeiten?

Christian Büning, Präsidiumsmitglied des Berufsverbandes der Deutschen Kommunikationsdesigner, rät dazu, Auftragsflauten sinnvoll zu nutzen.



Der Einzelhandel kennt ihn seit Jahrzehnten, aber für junge Designer ist er neu und wirkt bedrohlich: der to­te Januar. Viele Kreative haben zu Jahresbeginn weniger Aufträge als im De­zember, weil die Kunden noch keine neuen Projekte freigeben können oder im Winterurlaub sind. Die ersten zwei Wochen des Januar sind da schnell vor­bei – ohne neue Aufträge.

Während der Einzelhandel auf diese Konjunkturdelle mit dem Winterschlussverkauf reagiert, fällt es Designern nicht so leicht, kurzfristig auf sich aufmerksam zu machen. Im Dezember hat zudem kaum jemand Zeit, um Akquisemaßnahmen gezielt für den Januar zu planen, und im Februar geht es dann meist schon wieder weiter mit neuen Aufträgen.

Mein Tipp: Nach dem Januar kommt der Februar und mit hoher Wahr­schein­lichkeit auch neue Aufträge. Nut­zen Sie die freie Zeit für Arbeiten, die sonst liegen bleiben: Ihre Internetseite benö­tigt ein Update? Ihr Datenarchiv eine neue Struktur? Die eigene Projekt­idee ein längeres Konzept? Ihre WordPress-Kenntnisse könnten trainiert werden? Nur zu!

Im Winter schärft der Förster seine Axt und der Designer sein Profil. Und ein scharfes Profil verschafft das ganze Jahr über einen Mehrwert.

Viel Erfolg!


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Christian Büning
Präsidiumsmitglied des Berufsverbandes der Deutschen Kommunikationsdesigner/
PAGE Kolumnist »Business Basics«

info(at)bdg-designer.de
http://www.bdg-designer.de

Christian Büning ist Inhaber des Büro Büning Informationsgestalter und Gründer des Werkstoff Verlags. Er ist Autor der BDG Gründerfibel und schreibt in der PAGE monatlich für Designunternehmer. Im BDG engagiert er sich für faire Märkte und professionelle Teilnehmer, von 2011 bis 2017 in der Funktion als Präsident. Er ist leidenschaftlicher Fan von schematischen Zeichnungen und kann sich oft stundenlang nicht zwischen der Unit und der Droid Sans entscheiden. Christian Büning lebt und arbeitet in Münster – mit Fahrrad, natürlich.

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