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Smart gestalten mit dem Materialarchiv

Umfassendes Materialwissen, kostenlos und mit neuer Website: Das Materialarchiv, zu dessen Verbund jetzt auch die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle gehört, bietet Designern einen umwerfenden Fundus.

Material als Grundlage der Gestaltung: Die Stiftung Sitterwerk nahe St. Gallen bietet Stoffe aus Kunstproduktion, Restaurierung, Architektur und Design zur Recherche und Inspiration – analog und im digitalen Material-Archiv / Foto: Katalin Deer Bild: Foto: Katalin Deer

Stein, Glas und Holz, Gusstechniken, 3D-Druck oder Holzverbindungen: Das Schweizer Material-Archiv ist für jeden frei zugänglich und bietet umfassendes Werkstoffwissen zur Recherche und Inspiration.

2008 wurde das Online-Archiv gegründet und jüngst von dem Zürcher Designstudio Astrom / Zimmer & Tereszkiewicz neu konzipiert.

Mithilfe einer semantischen Datenarchitektur sind jetzt alle Inhalte des Wissensportals miteinander verknüpft: 1308 Einzelmaterialien, 190 Verfahren, 162 Materialgruppen, 1080 Anwendungsbeispiele, 9 Mustersammlungen sowie 273 Events – Tendenz steigend.

Jedes Material wird mit seinen Eigenschaften, Herstellungsformen und Verarbeitungsmöglichkeiten vorgestellt, seine Geschichte wird präsentiert, neue Erkenntnisse und ökologische Hintergründe.

Kombinationen von Materialien

Der zentrale Ausgangpunkt der Entwickler war, dass Materialen einen überall umgeben, wir mit ihnen arbeiten, wohnen und leben, wie Anthon Astrom sagt, wir sie in der physischen Welt aber immer nur separiert erleben. In dem Materialarchiv hingegen werden die zahlreichen Bezüge und Verbindungen aufgezeigt.

Zudem ist das Archiv-Netzwerk gerade gewachsen. Gehörten bisher neun Schweizer Bildungseinrichtungen dazu, darunter neben dem Gewerbemuseum Winterthur die Stiftung Sitterwerk St. Gallen (Abb. oben), die HKB Bern und auch die Schweizer Baumeister-Centrale Zürich, kam jetzt als erste deutsche Institution die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle hinzu.

Mit einer langen Tradition zum Thema Material, umfasst die Materialsammlung der BURG Basis-Werkstoffe und dazu eine Vielzahl von überraschenden Fundstücken und Experimenten Burg-Studierender.

Einblick in das SustainLab der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Foto: BurgLabs
Materialsammlung der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Foto: Raisa Galofre Bild: © Raisa Galofre
Kunststoffwerkstatt der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Foto: Max Méndez
Bild: © Raisa Galofre

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Materialien können im Designbereich zu völlig neuen Produktideen inspirieren. Deshalb habe ich bereits 1996 während meiner Industrial Design und Transportation Professur an idas -international desigschool for advanced studies in Seoul ein Materials Lab initiert zu dem sowohl Studierende, Lehrende und Firmen beitragen können. Designqualitäten, techn. Qualität, Farbe, Oberflächenmöglichkeiten, Verarbeitungstechnik gehören dabei für jedes Material ausgewiesen.
    Die schweizer Initiative finde ich hervorragend.

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