PAGE Portfolio des Monats: Florian Sänger

Florian Sänger selbst nennt sich einen verhinderten Stadtplaner/Architekten/Maschinenbauer/Erfinder/Autodesigner, der als Illustrator diese Din­ge als Formen auf Papier bringt …



Florian Sänger selbst nennt sich einen verhinderten Stadtplaner/Architekten/Maschinenbauer/Erfinder/Autodesigner, der als Illustrator diese Din­ge als Formen auf Papier bringt. In seinen Arbei­ten, bei denen der Computer gerne auch mal ausgeschaltet bleiben kann, erschafft er kleine Wel­ten, die humorvoll und besonders sind – und in denen sich der Betrachter verlieren kann.


Portfolio des Monats (PAGE 10.2012)

Florian Sänger

Ich bin Illustrator, weil ich eigentlich ein verhinderter Stadtplaner/Architekt/Maschinenbauer/Erfinder/Autodesigner bin. Zum Glück für die Allgemeinheit zeichne ich diese Dinge nur als Formen auf Papier. Denn meine Konstruktionen wären in der Realität wohl nicht ganz so funktionstauglich. Doch das Schöne am Medium Illustration ist, daß man hier alle Ideen und phantastischen Objekte zusammenbringen kann.

Design bedeutet für mich: ich kann wohl nur für mein eigenes Design sprechen: ich möchte mit jeder Arbeit eine kleine Welt erschaffen, die humorvoll und besonders ist und in der sich der Betrachter verlieren kann. Ok, und manchmal designe ich auch einfach ein buntes T-Shirt ohne höheren philosophischen Anspruch.

Die größte Herausforderung in meinem Job: In möglichst vielen Medien stilistisch konsistent arbeiten und auch Jobs machen, bei denen der Computer ausgeschaltet bleibt.

Meine größte Inspirationsquelle: Es gibt vieles was mich fasziniert: Architektur. Verkehrssysteme wie Straßen und Bahnen. Street Art. Videospiele. Historisches Autodesign. Science Fiction. Das Leben in der Stadt. Kino. Technische Zukunftsutopien. Mode und Style. Tiefseelebewesen. Comics/Graphic Novels …


Mein aktuelles Projekt: Momentan arbeite ich an der Zubereitung einer bekömmlichen Gemüselasagne

Die beste Kampagne aller Zeiten: Die Goodyear-Luftschiffe, die über Stadien zur Luftwerbung eingesetzt werden. Die gibt es schon ewig, jeder kennt sie. Ich würde gern einmal die Hülle so eines Luftschiffes gestalten.

Meine liebste iPhone/iPad-App: die »Sky map« App; damit kann man sein Smartphone als Sternenkarte benutzen. Genau das Richtige für Nachthimmel-Analphabeten wie mich.

Mein wichtigstes Buch: Aus der letzten Zeit sind mir folgende in Erinnerung geblieben: »Fordlandia«-ein spannendes Geschichtsbuch über die gescheiterten Bemühungen Henry Fords eine amerikanische Idealstadt im Amazonas zu errichten. Oder »Die Differenzmachine« von William Gibson, da geht es um eine »Alternate History«, bei der das Informationszeitalter schon im viktorianischen 19. Jahrhundert begonnen hat. »Die Schönheitslinie« von Alling Hollinghurst, eine Art Sittenroman über Thatchers England. Und dieses Backbuch von Cynthia Barcomi … die Pfannkuchen sind unglaublich.

Meine größten Helden: Da fallen mir spontan ein: Alan Turing, Saul Bass, die russischen Expressionisten, das Duo Carl Barks & Erika Fuchs, Loriot, Graf Zeppelin,Virginia Woolf, Richard Scarry, Michelle Obama, Frida Kahlo, Steven Spielberg, Katsushiro Otomo, Chris Ware, Zaha Hadid …

Berufsanfängern würde ich auf den Weg mitgeben: Als frischgebackener Selbständiger am besten nicht allein zuhause arbeiten. Besser sollte man, wenn es möglich ist, einen Arbeitsraum zusammen mit anderen Kreativen suchen, das bringt wirklich unglaublich viel! Man kann sich austauschen und arbeitet fokussierter.
 


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