I love Aldi

Der Discounter und die Kunst: Eine Ausstellung rund um »Feinkost Albrecht«.



Dass der Deutsche vor allem gerne billig isst, haben diverse Studien belegt. Da sind ihm trostlose Verpackungen, Läden, die wie Lagerhallen wirken, kaum vorhandene Markenwerbung und mancher ethischer Zweifel egal.

Auch deshalb ist ALDI eines der erfolgreichsten Geschäftsmodelle Deutschlands, die »Aldisierung der Gesellschaft« im vollen Gange – vom Arbeiterhaushalt zur Haute-Vollée, in der man sich rühmt, beim Kauf des billigen Champagners ein Schnäppchen gemacht zu haben.

Für was ALDI alles steht, warum das »System ALDI« Kultstatus erlangt hat, was modernes Einkaufen bedeutet und was industrielle Lebensmittelproduktion, als was sich die Verpackungen bei näherem Blick entpuppen, die Wareninszenierung und Architektur, darum geht es in der ersten Ausstellung, die sich so umfassend mit dem Discounter und allem, was dazu gehört, beschäftigt.

Arbeiten von 38 Künstlern in Ludwigshafen werden gezeigt, das Video, das Christian Jankowski 1992 berühmt machte, als er mit Pfeil und Bogen im Supermarkt auf Lebensmitteljagd ging, der Kunstautomat von Baumann/Bien, der Massenkunst anbietet, ein Zuckerberg von Thomas Rentmeister, der auf unseren Umgang mit Esssen anspielt, ALDI in Öl oder Piero Steinles drastisches Schlachthof-Video »Fleisch«.

I love ALDI, Wilhelm Hack Museum, Ludwigshafen, bis 4.  März 2012

Abb. oben: Iskender Yediler, ALDIPLUSLIDL, 1998, Foto: Iskender Yediler © VG Bild-Kunst, Bonn 2011


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