»German Design Graduates 2019« im Kunstgewerbemuseum Berlin

Noch bis zum 10. November zeigt das Kunstgewerbemuseum Berlin erstmals Abschlussarbeiten von zwölf deutschen Designhochschulen




German Design Graduates 2019

Viele deutsche Designhochschulen stellen die Abschlussarbeiten ihrer Studenten im Rahmen von Jahresausstellungen aus. Trotzdem bekommen Hochschulabsolventen kaum öffentliche und fachliche Aufmerksamkeit und so fehlte etwa auch für ein internationales Publikum bislang ein Überblick, der die Qualität und Haltung zeigt, die deutsche Designhochschulen heutzutage bieten. Aus diesem Grund starteten drei Design-Professoren die German Design Graduates Initiative: UDK Berlin Professor Ineke Hans, Professor Hermann Weizenegger von der FH Potsdam und Professor Mark Braun von der HBK Saar.

So sind auf der ersten GDG-Ausstellung im Kunstgewerbemuseum Berlin noch bis zum 10. November Arbeiten aus dem Bereich Produkt-, und Industriedesign, aber auch Interface-Designs mit Anknüpfung an physische Objekte zu sehen. Unter anderem die Diplomarbeit »spiel formen« von Robin Kuhnle, der an der Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Industrie Design studierte.

»spiel formen« besteht aus zwei grundsätzlich unterschiedlichen Objekten und Konzepten, die sich mit dem Thema Spiel auseinandersetzen und die Einflüsse der Digitalisierung darauf betrachtet. Das erste Konzept Coding Coach ist ein analoges Coding Spiel, bei dem man sich einen Einstieg in die Systematik der digitalen Welt erarbeitet. Das Konzept Sphere VR ist eine kritische Auseinandersetzung mit VR-Brillen und unseren Erwartungen an die Digitalität.

Auch der »Aerial Camera Controller« von Industrie- und Interfacedesigner Moritz Aznan lässt sich im Kunstgewerbemuseum bestaunen. Mit der Fernbedienung für Profi-Filmer lassen sich Drohnen-Kameras leichter bedienen, denn sie unterstützt die Kreativen aus dem konventionell-professionellen Bereich dabei, auf ihren bisher erlernten Interaktionen aufzubauen und diese in das neue Metier zu überführen. Die Masterarbeit entstand an der Muthesius Kunsthochschule Kiel.

Die ausgewählten Arbeiten sind inzwischen Teil des Design Graduates Archivs, das langfristig mit Abschlussarbeiten deutscher Hochschulen aufgebaut wird.


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