Fonts im Dutzend

Anna Breit ist fasziniert von Letrasetbogen und der Materialität transparenter Folien. Diese Faszination zeigt sich in der von ihr gestalteten Broschüre »Schriften mit Charakter«.



Die serifenlose Comfort Line (oben) stammt von Valentin Kopka, ihre Strichstärke bleibt immer gleich. Er übertrug seine Vorliebe für Struktur, Klarheit und Raster auf die Schrift

Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Viel zu jung ist Anna Breit, um die Blütezeit der Letraset-An­rei­bebuchstaben im Gestalteralltag erlebt zu haben. Trotzdem bilden transparente Bo­gen in diesem Stil die Basis der von ihr designten Broschüre »Schriften mit Cha­ra­kter«. »Schon eine Weile liegen mehrere Le­tra­­setbogen, die aus einer Büroauflösung stammen, bei mir herum und üben eine gewisse Faszination auf mich aus«, so die 23-Jährige.

»Der Gedanke, dass alle Zeichen gleichwertig nebeneinander stehen, passte perfekt als Konzept für unsere Bro­schüre.«

Die präsentiert zwölf Typen, die Kommunikations­design­stu­den­ten im dritten und vierten Semester gestalteten.

Anna Breit gestaltete auch den Font Mostaqbel Sans, der besonders gut mit arabischen Schriften harmoniert

Jedes Jahr entstehen an der Hochschule unter der Leitung von Professor Gerwin Schmidt und Stefanie Schwarz neue Fonts. Während das Thema variiert, geht es stets darum, eine in sich geschlossene Formen­sprache zu entwickeln und diese systematisch auf alle Buchstaben zu übertragen. Die zwölf Schriften sind diesmal sehr unterschiedlich, aber durchweg gut ausgearbeitet. Vielleicht sollten die Studenten den Schriftkatalog an die eine oder andere Foundry schicken.

Alle im Kurs entworfenen Typen kann man hier  sehen.


 

Anna Breit und Valentin Kopka

 

 



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Eine Antwort zu “Fonts im Dutzend”

  1. Es sind einige wirklich schöne Buchstaben dabei.

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