Vom Ende der Welt?

Interessante Irritation an Hamburger Litfaßsäulen.



Links eine Werbung für die Fliegenden Bauten, darüber für eine Kochwebsite und darunter für einen Tanzclub. Und in der Mitte? Da prangt eine seltsame Fotografie – mit einer genauso seltsamen Mulde im Wald… Ganz ohne Erklärung und aufgebaut wie ein Veranstaltungsplakat, nur dass die Textfläche leer ist.

StreetArt verbunden mit Guerrilla Werbestrategien


An anderen Säulen findet man weiße Leinwände in der Natur, eine eingepackte Zirkusbude, Feuerwerk-Munition, die über eine Wiese verteilt ist… Interessante optische Irritationen, die Teil eines StreetArt Projekts des HFBK-Absolventen Jonas Kolenc sind, der sich der Guerilla-Werbestrategie bedient, um seine Fotografie über die Stadt zu verteilen. 750 Plakate insgesamt, die die Firma Kultur-Medien gemeinsam mit den anderen Plakaten an Säulen und in Wechselrahmen klebt. In selber Größe und mit dem gleichen quadratischen Ausschnitt müssen sich Kolencs Straßenansichten, die so wieder auf die Straße zurückgeführt werden, neben den anderen Plakaten und im öffentlichen Raum behaupten.

Abbilder unwirtlicher Zustände


Die fotografischen Motive sind dabei so irritierend wie die Bilder selbst. Kolenc beschäftigt sich in ihnen mit vorübergehenden, unwirtlichen und von Menschen geschaffen Zuständen im öffentlichen Raum. Dass der Mensch dort irgendwie eingegriffen hat ist klar. Doch mit welchem Sinn? Welche Geschichte rankt sich um das Gesehene? Gibt es überhaupt eine?

Ab heute kann an hunderten Werbeflächen der Stadt wieder gerätselt werden!


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