PAGE gefällt …: Illustrationen von Silke Schmidt aus der Uckermark, die in lyrischen Zeichnungen, mit Wasserfarben und in Holzschnitten von »100 days out of Berlin« erzählt, von Menschen und Bäumen – und dabei immer wieder tief in Gefühlswelten eintaucht.
Bild: Stefanie Fiebrig
Name Silke Schmidt
Location Seit mehr als zehn Jahren lebe ich mit meiner Familie in einem ehemaligen DDR Kinderferienlager zwischen Wald und See in der Uckermark, circa eine Stunde nördlich von Berlin.
Start Schon während meines Kunststudiums an der UdK Berlin Ende der 1990er Jahre habe ich nebenher illustriert, zum Beispiel für die Berliner Zeitung oder die ersten Hefte der Literaturzeitschrift BELLA triste. Viele meiner Freund:innen haben Texte geschrieben, Theater oder Musik gemacht – da gab es immer etwas zu gestalten. Seitdem kam ein Job nach dem anderen.
Ich habe in der Malereiklasse von Prof. Dieter Hacker studiert, der Illustrationen aufgeschlossen gegenüberstand – bei einigen anderen Lehrenden am Fachbereich Kunst war »angewandte Kunst« regelrecht verpönt. Seit meinem Abschluss als Meisterschülerin werde ich von der Frankfurter Galeristin Christel Wagner vertreten.
Heute arbeite ich immer noch in beiden Bereichen: In meinem Büro neben der Küche erledige ich Auftragsarbeiten und zeichne, im ehemaligen »Clubraum« des Ferienlagers schnitze ich meine großformatigen Holzschnitte. Dort ist auch genügend Platz, um meine Bilder zu zeigen, mit anderen Künstlerinnen zusammenzuarbeiten oder Workshops zu geben.
Stil Ich arbeite sehr vielseitig. Allen Arbeiten ist gemein, dass sie klar und auf den Punkt gebracht sind.
Lieblingsmotive Meine Lieblingsbilder sind die, in denen ich Zeichnung und Handschrift verbinde. Ich fange in meinen Bildern gerne Stimmungen und die »magischen« Momente des Alltags ein, zeichne aber genauso gerne Dinge detailliert ab.
Technik Hauptsächlich verwende ich Blei- und Buntstifte, Farbkasten und Tusche. Natürlich bearbeite ich einige Zeichnungen später digital. Generell zeichne ich aber lieber auf Papier als am ipad. Bei den Holzschnitten schnitze ich die Linien mit dem Cutter ins Sperrholz und walze die Platten danach mit Acrylfarbe ein, sodass die hölzerne Zeichnung sichtbar wird.
Inspiration Ich genieße den Kontrast zwischen Land- und Stadtleben – dadurch nehme ich beides aufmerksam wahr. Natürlich ist es toll, jederzeit im See schwimmen und durch den Wald spazieren zu können, aber es ist auch gut, dass stündlich ein Zug nach Berlin fährt – sonst fehlten mir Ausstellungsbesuche, Begegnungen, der Lärm der Stadt. Künstler:innen, die mich inspirieren: Kiki Smith, Dietmar Busse, Patti Smith, Maira Kalman
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