Mutiges Kinderbuch: Goliath. Der Junge, der ein bisschen anders war

Der preisgekrönte spanische Kinderbuchautor und Illustrator Ximo Abadía erzählt von den Schwierigkeiten der Kindheit.



Dieses Gefühl, nicht wirklich dazu zugehören, sich ausgeschlossen zu fühlen, alleine und anders als alle anderen zu sein, gehört zur Kindheit dazu.

Was soll da erst Goliath sagen, der so viel größer als alle anderen ist. Gigantisch geradezu. Und da niemand ist wie er, verlässt er seine Eltern und seine Heimatstadt, um andere zu suchen, die so groß sind wie er.

Diese Geschichte erzählt der preisgekrönte spanische Kinderautor und Illustrator Ximo Abadía, der schon als Kind erste Comics zeichnete und 2011 gleich für seine zweite Graphic Novel »Clonk« gefeiert wurde. Die Los Angeles Times zeichnete sie als eine besten des Jahres aus.

Und Ximo Abadía traut den Kleinen etwas zu.

In Bildern die nur auf wenige Farben reduziert sind und in ihrer Textur wie Siebdrucke wirken, arbeitet er mit prägnanten Formen und Flächen, setzt die Perspektive außer Kraft und lässt auch düstere Farben und Töne einfließen.

Sein Goliath, angelehnt an den Riesen aus dem Alten Testament, ist eine große rote Farbfläche mit winzig kleinem Kopf und so bildfüllend und wuchtig, dass man fast das Gefühl hat, er erhebt sich über einen.

Und sein Weg ist nicht einfach. Er wirbelt durchs Meer, läuft durch abstrakte Wälder, wendet sich vergeblich an die Sonne bis er dann schließlich vom Mond auf die richtig Fährte gebracht wird. Er zeigt ihm, dass wir alle unterschiedlich sind. Und deshalb einzigartig und, dass das gut so ist und einfach wunderbar.

Genauso wie dieses eigensinnige, herrlich abstrakte Kinderbuch, das lange nachhallt.

Ximo Abadía: Goliath. Der Junge, der ein bisschen anders war, Kleine Gestalten, ab 4 Jahren; Hardcover, Vollfarbig, 48 Seiten, 14,90 Euro, ISBN: 978-3-89955-825-8


Schlagworte: , ,




Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

1 × zwei =

Das könnte Sie auch interessieren