Ist das nun Ideenklau oder soll man es einen Trend nennen?

Kopiert hier einfach einer den anderen oder ist es okay, das gleiche Konzept immer wieder mit neuem Inhalt zu füllen?



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Auffallend häufig werden zur Zeit ähnliche Bildideen wie diese genutzt. Soll man da nun von einem Arme-aus-der-Wand-Trend sprechen? Oder handelt es sich um eine Art von Werbe-Meme, das heißt jene Entwicklung von Variationen auf ein Thema, die derzeit so gern im Netz gepflegt wird – und hier eben von verschiedenen Werbeagenturen zur Anwendung gebracht wird? Übrigens gestalterisch alles sehr gelungen.

Oder handelt es sich doch schlicht um Plagiate im weitesten Sinn, die vielleicht nicht direkt voneinander abgekupfert sind, aber eben einfach Bildideen von anderen fürs eigene Projekt nutzen?

Wir sind gespannt auf Meinungen und freuen uns auch auf weitere Beispiele von Kreationen mit aus der Wand kommenden Armen …

Wir zeigen hier eine Arbeit von UMAMI aus Barcelona, Art Direktor und Fotografin war Maider Mendaza. Auf der Weinflasche Marke Monólogo steht: »Für Leute, die sagen, was sie denken, und die denken, was sie sagen.«

Die drei Werbeclips für Flight.com kommen von der Agentur Pacific aus San Diego. Es geht um die Millionen von Ferientagen, die Amerikaner nicht in Anspruch nehmen. Die Kampagne visualisiert die Verlockungen gemütlicher Weihnachtsurlaube und will deutlich machen, dass es schön dumm ist, denen nicht nachzugeben.

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Nachtrag: Von einer Leserin kam nun noch ein Beispiel, das sich wunderbar in die Reihe passt. Wer weitere Fundstücke hat, bitte gerne melden!

 


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4 Antworten zu “Ist das nun Ideenklau oder soll man es einen Trend nennen?”

  1. Nahuel Gerth sagt:

    Eines der frühesten Beispiele wurde 1944 von John Rawlings für das Vogue Magazin umgesetzt:

    https://pleasurephoto.wordpress.com/2012/01/17/photo-john-rawlings-footlights-ballet-slippers-1944/

  2. Nahuel Gerth sagt:

    Das Stilmittel ist schon lange bekannt und wird auch gerne genutzt, hier einige Beispiele. Schade, dass der Artikel die Frage nach dem Plagiat von Konzepten in der Werbung nur kurz anreißt, aber leider keinerlei informative Berichterstattung liefert…

    Bela Borsodi:
    http://www.belaborsodi.com/editorial/separation

    Stefan Sagmeister:
    http://sagmeisterwalsh.com/_image/x400/d0822823a775f006d66c560c40380451.jpg

    Missoni:
    http://www.hungertv.com/feature/missoni-still-life/

    Alexandra Kingo:
    http://trendland.com/aleksandra-kingo-still-life-photography/

    Alex Prager:
    http://nymag.com/thecut/2014/09/alex-prager-did-a-disembodied-heads-portfolio.html?mid=pinterest_thecutblog

    Travis Rathbone:
    http://www.travisrathbone.com/travis-rathbone/accessories/53546a57-2b40-4cb8-8d9b-267b0af4b6c2

  3. Claudia Gerdes sagt:

    Wunderbares Beispiel, das füge ich noch in den Artikel ein! Vielen Dank dafür …

  4. Jasmine sagt:

    Hier ein weiteres Beispiel: Campari – How to mix a Negroni

    https://www.youtube.com/watch?v=m4A1c5jdW30

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