Der Stand der Fotografie – im NRW-Forum

Welche Fotografen werden in den nächsten Jahren die Diskussion bestimmen? Das NRW-Forum zeigt sie.



Welche Fotografen werden in den nächsten Jahren die Diskussion bestimmen? Das NRW-Forum zeigt sie.

Eine große Aufgabe den »State of the Art Photography« bestimmen zu wollen. Eine Schau im NRW-Forum traut es sich jetzt – mit den Arbeiten von 41 Fotografen, die von einem siebenköpfigen Beratungsgremium ausgewählt wurden.

Dazu gehörten der Fotograf Andreas Gursky, die Kuratoren Andréa Holzherr (u. a. Magnum) und Thomas Weski, F.C. Gundlach, der Direktor der Berliner Nationalgalerie, Udo Kittelmann, Thomas Seelig vom Fotomuseum Winterthur und Hausherr Werner Lippert.


Welche neuen Themen werden in der Fotografie aufgegriffen? Wie werden klassische wie Porträt oder Landschaft neu interpretiert? Gibt es eine Rückkehr zum Auratischen? Und auch zur analogen Fotografie? Wie hat der Forschergedanke sich verändert? Und wie wird mit neuen Themen wie Migration und Globalisierung verfahren?

Zu entdecken sind dabei viele interessante Positionen. Wie die von Alex Grein, die bei Andreas Gursky studiert und ihre erhabenen Landschaften aus Bildfragmenten von Google Earth zusammensetzt, die Landschaftserforschungen von Olaf Otto Becker, der sich mit den Spuren der Überbevölkerung beschäftigt und dafür an die entlegensten Orte fährt, von Annette Kelm, über deren Arbeit es heißt, dass sie »in den Ritzen der Geschichte forscht«, der Schweizerin Anja Schori (siehe PAGE), die nicht Fotografien sondern Bilder schafft. Oder die Gemeinschaftsarbeit von Mikhail Subotzky und Patrick Waterhouse, die von 2008 bis 2010 den berühmt-berüchtigten Johannesburger Wohnturm »Ponte City« erforscht haben – und das in großformatigen Tableaus. Irritieren kann man sich von Pinar Yolaçari lassen, Künstlerin aus New York, die ihrer Porträtfotografie mit Tierteilen kombiniert (Abb. oben: aus der Serie »Like a Stone«) oder von den Inszenierungen der Finnin Sanna Kannisto, die sich mit der Beziehung von Kultur und Natur auseinandersetzt.

Die Ausstellung »State of the Art Photography«, die heute Abend eröffnet wird, geht bis zum 6. Mai 2012. Parallel findet bis zum 5.2. das »Duesseldorf Photo Weekend« statt an dem sich zahlreiche Galerien beteiligen.

Zu der Ausstellung erscheint der Bildband »State of the Art Photography« im Verlag Feymedia, in dem die 41 Künstler auf jeweils sechs Seiten vorgestellt werden.


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