Bild-Trends 2019

Die Münchner Indie-Bildagentur Westend61 hat vier große Trends ausgemacht, die 2019 die Bildwelten von Werbung und Design bestimmen werden.



Foto: Vasily Pindyurin/Westend61

Die Macht der Gefühle als Trend? Sind Emotionen nicht immer eine der unerlässlichsten Zutaten von überzeugender Kommunikation? Die Experten der Bildagentur Westend61 aus München haben gute Gründe dafür, warum gerade heute – »in Zeiten verknappter Aufmerksamkeit« – Gefühle eine besonders große Rolle spielen:

»Weil Informationsquellen immer unübersichtlicher und unsicherer werden, wird es um so wichtiger, sich auf sein Bauchgefühl und seine Intuition verlassen zu können«, heißt es in dem Trend-Forecast. Da sich Emotionen aber auch perfekt zur Manipulation eignen, sei es essentiell, »emotionale Souveränität zu erlangen, um Reize besser erkennen und beurteilen zu können.« Mehr als um blinde Emotionalität geht es also um emotionale Intelligenz, dieser Tage tatsächlich wohl »eine der wichtigsten Kernkompetenzen«.

Wobei Westend61 vier »Key Emotions« ausgemacht hat: Neugier (Initialzündung für Kreativität, Innovation und komplexe Problemlösungen), Hoffnung (ohne sie lassen sich die großen Herausforderungen, vor denen wir stehen, nicht bewältigen), Freude und Begeisterung (wirken ansteckend, setzen Potentiale frei) und Mitgefühl (sich in andere hineinzuversetzen ist zur Zeit nicht selbstverständlich, aber eben darum wichtiger denn je). In der Bildsprache kann sich die Macht der Gefühle so ausdrücken:

 

 

Silencity

Angesichts permanenter Beschallung durch digitale Medien, wachsende Komplexitität der Arbeitswelt und permanenten Zeitdruck wächst die Sehnsucht nach Ruhe, Klarheit und Konzentration aufs Wesentliche. In der Bildsprache drückt sich das durch schlichte Bildkompositionen und viele Naturmotive aus.

 

 

Plandid

Man kennt den Begriff Plandid als Hashtag für Instagram-Selfies, die zwar geplant, aber eben doch ehrlich rüberkommen sollen – also ein Kunstwort, das planned und candid verbindet. Überraschende kreative Ideen sollen also nicht laut und künstlich daherkommen, sondern beziehen ihren Charme aus dem ganz alltäglichen Kontext, in dem sie entstehen.

 

 

 

Space-Hype

Raumfahren und Raumfahrer sind wieder angesagt, nicht nur, weil Alexander Gerst aka Astro-Alex zum ersten wirklich populären deutschen Astronauten wurde, sondern auch weil so mancher schon über einen Plan B nachdenkt, falls unser eigener Planet demnächst unbewohnbar wird.

 

Alle Beispiel-Bilder stammen natürlich aus dem Archiv von Westend61. Der komplette Trend-Report steht online zur Verfügung.

 


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