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Berlin Design Week 2026: »Design Real« – 28. bis 31. Mai in Berlin

Was macht eine Designwoche zu einer Berliner Designwoche? Dass sie nicht wählen muss. Brands, Haltung, Handwerk, Forschung – hier stellt niemand die Frage, ob das jetzt passt.

Bild: Berlin Design WeekZehn Jahre Berlin Design Week – und die Jubiläumsausgabe klingt genau so, wie Berlin klingt: breit, eigensinnig, ohne Hierarchie zwischen den Disziplinen. Unter dem Motto DESIGN REAL kommen internationale Designstudios, Hochschulen aus fünf Ländern, etablierte Brands und politische Plakatkunst zusammen. Nicht als Programm. Als Stadt.

Donnerstag, 28. Mai: Berlin Design Day | DESIGN REAL talk and panel

Freitag, 29. Mai: The Berlin Format | DESIGN REAL Conference day

Bild: Berlin Design Week

Mit dem Tolerance Project zieht eine internationale Plakatausstellung in die Macherei ein: 60 Poster von Gestalter:innen aus aller Welt, die nur eine Aufgabe hatten – das Wort »Tolerance« in ihrer eigenen Sprache visuell zu übersetzen. Die von Mirko Ilić kuratierte Wandershow, gedruckt von Lieblingsdrucker Berlin, bringt politische Plakatkultur zurück in den Alltag und ergänzt das Motto DESIGN REAL um eine klare gesellschaftliche Haltung. Ilić kennt das Format: Als ehemaliger Art Director der Op-Ed-Seiten der New York Times hat er Bilder geprägt, die weit über Design hinauswirkten.

Monica Förster präsentiert in der Unique Factory Berlin (Potsdamer Str. 199) unter dem Titel Form and Adventure Arbeiten aus verschiedenen Kollaborationen – am Eröffnungsabend des 28. Mai persönlich. Eine der klarsten Designstimmen Skandinaviens, in Berlin hautnah.

Robert Neuendorf zeigt mit Urban Signals seine erste Möbelkollektion: eine gestalterische Auseinandersetzung mit den visuellen Codes des Stadtraums – Leitsysteme, Markierungen und Elemente defensiver Architektur als gestalterischer Ausgangspunkt. Konzeptuell stark, grafisch konsequent.

Bei Anna Rave in der Oranienstraße steht der Prozess im Vordergrund: Die Berliner Designerin macht in ihrem Pop-up handwerkliche Arbeit bewusst sichtbar – transparente Herstellungsprozesse als Haltung. Im Budapester Salon (Budapester Str. 22) verhandelt Architecture Icons mit Martin Jasper Architektur als offenes System. Freier Eintritt, 28. Mai ab 18 Uhr.

Bild: Berlin Design Week

Besonders sehenswert: die Hochschulpositionen. FH Potsdam und UdK Berlin zeigen aktuelle Abschlussarbeiten und Forschungsprojekte, die School of the Art Institute of Chicago, die German International University Berlin und die Whitecliffe University bringen internationale Perspektiven mit – und die Tomas Bata University Zlín präsentiert mit TITAN ihre Sensation: einen viersitzigen elektrischen Supersportwagen, vollständig in akademischen Kontexten entwickelt, von der Karosserie bis zum Innenraum. Eine Hochschulschau, die man in Deutschland sonst nicht zu sehen bekommt.

Das inhaltliche Herzstück ist The Berlin Format am 29. Mai (15–20 Uhr, 79 €): Konferenz in drei Blöcken – Design im Systemkontext, Architecture & Reality und Design in Everyday Life. Besonders eindrücklich: Prof. Bohdan Cherkes von der Lviv Polytechnic National University spricht über Design in Kriegszeiten. Mit Prof. Dr. Felix Kosok (German International University Berlin) und weiteren Stimmen aus KI, Nachhaltigkeit und Kommunikationsdesign.

Die Berlin Design Night am 28. Mai öffnet ab 17 Uhr über 30 Locations in der ganzen Stadt – kostenlos.

Berlin Design Week 2026 | DESIGN REAL | 28.–31. Mai

Programm & Tickets: berlindesignweek.com

The Berlin Format: luma.com/theberlinformat | 79 €

Berlin Design Day: luma.com/berlindesignday | 19 €

Berlin Design Night: 28. Mai, ab 17 Uhr, kostenlos

Bild: Berlin Design Week
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